Kaiserslautern vor der Brust, zwei Siege im Meisterschaftstank.

RWE: Jetzt in der Pfalz die teuflische Hürde überlaufen

Kulm: "Die Truppe ist in der Lage, Fans zu begeistern"

Oliver Gerulat
23. August 2008, 22:46 Uhr

Kaiserslautern vor der Brust, zwei Siege im Meisterschaftstank.

Am kommenden Samstag gastiert Rot-Weiss Essen in der Pfalz bei der teuflischen Zweitvertretung. Den Saisonauftakt gestaltete die Truppe von Coach Michael Kulm mit den Siegen bei den Sportfreunden Lotte (4:1) und zuhause gegen Schalkes Unterbau (4:0) überzeugend deutlich. Kein Grund abzuheben, sondern eher Verpflichtung komplett sachlich weiterzuarbeiten.

Das sieht auch A-Lizenzinhaber Kulm nicht anders, mit dem sich RevierSport nach dem Erfolg über Schalke unterhielt, der vor 11.306 Fans durch die Treffer von Stefan Kühne (22.), Markus Kurth (50.), Robert Mainka (64.) und Sascha Mölders (88.) zustande kam.

Michael Kulm es fällt Ihnen doch bestimmt nicht schwer, richtig zufrieden zu wirken, oder?

Nein, mein Team agierte sehr druckvoll, war von Beginn an präsent, gewann die Mehrzahl an Zweikämpfen. Genau das wollten wir zeigen, die jungen Schalker beeindrucken, das ist uns gut gelungen.

Können Sie etwas ins Detail gehen?

Der Gang nach vorne war sehr engagiert, über beide Seiten ging es flexibel durch bis zur Grundlinie. Der Sturm wurde mit Bällen versorgt, es war eine sehr gute Vorstellung.

Schalkes Nedim Hasanbegovic nahm sich mit einem groben Foulspiels in Minute 35 mit einer Roten Karte selbst aus dem Match.

Der Platzverweis passte, vielleicht war es eine Folge der Stresssituation bei jungen Akteuren, wenn man pausenlos unter Druck steht. Dann geht man auch einmal übermotiviert in die Zweikämpfe.[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/005/449-5532_preview.jpeg Torschütze am Freitag: Markus Kurth. (RS-Foto: firo)[/imgbox]

Der Abgang spielte Ihnen in die Karten, richtig?

Wichtig war, dass wir nach der Pause die Überzahl vernünftig ausspielten und die Ruhe bewahrt haben. Der Gegner wurde über den Ballbesitz immer wieder geöffnet. Wir wussten, Schalke würde nach der Halbzeit taktisch gut eingestellt aus der Kabine kommen. Es war wichtig, über die Kombinationen und flachen Pässe immer wieder in den Rücken der Abwehr vorstoßen konnten. Das gelang über beide Seiten. Nach den Wechseln entstand kein Bruch, ich bin voll zufrieden.

Was sagen Sie Beobachtern, denen vier Tore zu wenig sind?

Nach dem Platzverweis sah es vielleicht für den einen oder anderen so aus, also ob der Druck nachlassen würde. Aber der war nur kontrolliert. Alles wurde bis zum Ende durchgezogen, wir waren überlegen und durchdacht. Das hat mir sehr gut gefallen.

Ein Traumstart?

Wir konnten den Eindruck aus Lotte unterstreichen, so muss es weiter gehen. Das Team hat geschlossen gezeigt, was es kann. Daran wollen wir anknüpfen. In diesem Sinne werden wir uns auf Kaiserslautern vorbereiten. Es wird auswärts sein, ich vermute, die Teufel werden sich ähnlich spielstark präsentieren, wenn man sie lässt.

Nichts zu kritisieren?

Vor der Pause gab es eine Vielzahl an Chancen, ich hätte mir schon ein Tor mehr gewünscht, dann wäre eher Ruhe gewesen. Andererseits muss man auch als Zuschauer, Trainer oder Mannschaft schon einmal den Druck aushalten und abzuwarten. Das setzen wir gut um. Unsere weiteren Treffer waren keine Zufallsprodukte.

Autor: Oliver Gerulat

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