Nach dem Schlusspfiff lagen sich die Wuppertaler Spieler auf dem Spielfeld in den Armen.

WSV – OFC 2:1 (1:0) / Starkes Rietpietsch-Comeback

Mit Willenskraft zum ersten "Dreier"

sid
23. August 2008, 16:03 Uhr

Nach dem Schlusspfiff lagen sich die Wuppertaler Spieler auf dem Spielfeld in den Armen.

"Ich glaube jeder im Stadion hat die Erleichterung mitbekommen", freute sich WSV-Coach Christoph John mit seinen Jungs. Nach drei sieglosen Spielen zum Auftakt und nur einem mickrigen Zähler auf dem Punktekonto erkämpften sich seine Schützlinge nun endlich den ersten Dreier der Saison. John hatte im Vergleich zur 0:2-Niederlage in Stuttgart gleich drei Änderungen in der Startformation parat. Für den überraschend nominierten Dennis Schulp, Benjamin Barg und Routinier Mike Rietpietsch mussten die bisher enttäuschenden Stefan Markolf, Nermin Celikovic und Tobias Willers zunächst von der Bank zusehen. "Wir haben eine schwere Woche hinter uns. Die Mannschaft war natürlich verunsichert", wusste der Coach.

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Und das merkte man trotz aller Entschlossenheit auch auf dem Platz. Bis in der 35. Minute endlich einmal das bis dahin zu selten vorgetragene Wuppertaler Pressing fruchtete. Marco Neppe eroberte den Ball in der gegnerischen Hälfte, Tobias Damm legte direkt für Marcel Reichwein auf. Der semmelte das Leder dann in den rechten Offenbacher Winkel und küsste somit die WSV-Fans wach.

Befreit aufspielen konnten er und seine Teamkollegen allerdings erst nach dem 2:0 durch Rietpietsch in der 64. Minute. Und auf einmal lief tatsächlich der Ball bei den Hausherren. Doch statt die Vorentscheidung zu markieren, kamen die Gäste mit ihrer einzigen echten Torchance noch einmal auf Tuchfühlung. OFC-Joker Tufan Tosunoglu verkürzte auf 2:1.

Die Punkte aber blieben im Stadion am Zoo. Denn an diesem Tag war der Wuppertaler Wille zu groß, als dass die harmlosen Kickers noch den Ausgleich hätten erzielen können. "Wir haben phasenweise einen guten Ball gespielt, aber ohne die nötige Durchschlagskraft", resümierte Kickers-Coach Hans-Jürgen Boysen. Und so lagen die Offenbacher am Ende ebenfalls am Boden, allerdings aus Enttäuschung über ihre erste Saisonniederlage.

Autor: sid

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