”Stinkstiefel”, weiß Kleves Keeper Christoph Müller, ”die gibt es erst dann, wenn die Saison losgeht.”

Kleve: Müller ”weiß nicht, was der Arie vorhat”

Ein Keeper ohne Schwächen

ts
13. August 2008, 09:14 Uhr

”Stinkstiefel”, weiß Kleves Keeper Christoph Müller, ”die gibt es erst dann, wenn die Saison losgeht.”

Heißt also: Noch eine Trainingswoche, dann stehen zum Regionalligastart die ersten vorläufigen Stammformationen fest und gleichzeitig wird es die ersten langen Gesichter geben. Dass man diese aber auch beim 1. FC Kleve finden wird, das hält der ehemalige Bundesligatorhüter für eher unwahrscheinlich: ”Wir haben sehr viele junge Leute dazubekommen, aber die sind alle relativ vernünftig und passen charakterlich ins Team.”

Mit Müller, Umut Akpinar und Marcel Podzus befinden sich lediglich drei Akteure über der 30 Jahre-Grenze. ”Wir geben innerhalb des Teams schon die Richtung vor. Auch Mario Schwarz spricht schon mal was an. Aber natürlich haben auch die Jungen, jeder auf seine Art, im Team etwas zu sagen”, erwartet der Keeper auch Verantwortungsbewusstsein von den Youngstern.
Einen Unterschied zwischen den Generationen hat der mit 33 Jahren Älteste im Team aber dennoch festgestellt. ”Als ich jung war, da gab es Regeln, die dir einfach beigebracht wurden. Das galt vom Spieler bis zum Zeugwart. Ein 33-Jähriger hätte damals nichts getragen”, erinnert sich Müller und stellt fest: ”Heute ist das nicht mehr ganz so krass.”

Mit dem 25-jährigen Michael Strzys hat Müller zu dieser Saison ebenfalls einen jüngeren Kontrahenten im Kampf um die Nummer eins zur Seite gestellt bekommen. ”Wir agieren da eher als Team, das ist förderlicher”, nickt Müller und schielt mit eineinhalb Augen auf einen erneuten Stammplatz im Klever Kasten: ”Ich weiß ja nicht was der Arie van Lent vorhat. Allerdings gehe ich schon davon aus, dass ich spielen werde.”

Das beste Argument dafür hat Müller in jedem Falle schon parat. ”Ich habe keine Schwächen”, flachst der Keeper.
Und neue Stärken hat die Truppe nach Meinung des Schlussmannes auch dazubekommen. ”Blacky Schwarz und Patrick Schnier sind schon zwei, die uns auf jeden Fall weiterbringen werden”, lobt der ”Oldie”. Und auch von Robert Lohmeier und Igor Jovanovic, die derzeit ein Probetraining beim FCK absolvieren, ist Müller positiv überrascht. ”Die beiden sind für ihr Alter schon sehr ordentliche Spieler. Da müsste man aber überlegen, ob man nun einen erfahrenen Hasen sucht, der uns sofort weiterbringen könnte oder jemanden für die Zukunft holt.”

Wenn denn aber wirklich noch ein Neuer dazukommen würde, dann dürfte es aber in jedem Fall kein Stinkstiefel werden, der nach dem Geschmack von Müller, ruhig auch mal etwas hinterher tragen dürfte.

Autor: ts

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren