Kreisliga A: Aykan Özer soll den Türkischen SV Witten wieder stabilisieren

"Die Mannschaft weiß noch nicht, wie schwierig es wird"

fg
12. August 2008, 16:24 Uhr

Der Sturzflug des Türkischen SV Witten war steil. Von Bezirksliga-Platz drei im Sommer 2007 ging es am Ende einer Chaos-Saison in die Kreisliga A hinunter. Und kurz vor dem Punktspiel-Start 2008/2009 ist es schwierig, in Witten Anzeichen für Besserung zu finden.

14 Spieler, also nahezu der komplette Kader des Vorjahres, kehrten dem Club den Rücken. Lediglich Ahmet Kücük, Erdal Topcu, Veysel Gedik und Ercan Hancer blieben. Die Mannschaft besteht überwiegend aus Akteuren, die vor zwei Jahren in der TSV-A-Liga-Mannschaft aktiv waren, zuletzt aber pausierten. Unklar ist zudem weiter die Führungssituation: Metin Kücük steht zwar als neuer Präsident bereit, wurde aber noch nicht offiziell gewählt.

Die Vorbereitung lief mäßig bis blamabel. Ende Juli musste der Club erstmals in seiner mehr als 20-jährigen Vereinsgeschichte die Stadtmeisterschaft absagen. "Keine Spieler", lautete der bittere Grund.

Der prominenteste Name bei den Stockumern findet sich auf der Trainerbank. Aykan Oezer übernahm den schwierigen Job. Der 29-Jährige war in der vergangenen Saison noch für den TuS Heven in der Landesliga am Ball, in jungen Jahren schnürte er unter anderem die Stiefel für die Amateure des VfL Bochum in der Regionalliga.

"Spielen muss ich in der Kreisliga nicht mehr. Als erste Trainerstation mache ich es, um diesem blanken Verein zu helfen", sagt er. Maßgeblicher Faktor war Yilmaz Türkyilmaz, einer der TSV-Gründer, der seinem alten Freund Oezer auch künftig zur Seite steht.

"Die meisten wissen noch nicht, wie schwierig es wird", meint der neue Coach. Den durchaus talentierten und vor allem ehrgeizigen Kickern fehle es noch etwas an der Einstellung. "In der Kreisliga A wird teilweise guter Fußball gespielt. Das ist etwas anderes als die Soccerhalle", betont der Trainer.

Nichts scheint dabei so weit weg wie der Gedanke an einen sofortigen Wiederaufstieg. "Das wird eine ganz harte Saison. Wenn wir die Liga halten, wäre das ein Erfolg", bemerkt Oezer.

Autor: fg

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