Noch zehn Tage müssen sich die Schalker gedulden, ehe auf der

SCHALKE: Erst den Pokal, dann die Meisterschaft?

hb
26. Mai 2006, 10:07 Uhr

Noch zehn Tage müssen sich die Schalker gedulden, ehe auf der "Sportanlage Lüttinghof" das große Finale um die deutsche A-Junioren-Meisterschaft steigt.

Noch zehn Tage müssen sich die Schalker gedulden, ehe auf der "Sportanlage Lüttinghof" das große Finale um die deutsche A-Junioren-Meisterschaft steigt. Bevor es aber zum "Traum-Duell" gegen Bayern München kommt, haben die Jungs von Trainer Norbert Elgert noch eine heikle Pflichtaufgabe vor der Brust. Am Samstag wartet im Endspiel des Westfalen-Pokals mit der Spielvereinigung Erkenschwick ein Gegner auf die Königsblauen, die sich in der kommenden Saison mit dem Profi-Unterbau auf Augenhöhe messen wollen. "Erkenschwick ist gerade in die Junioren-Bundesliga aufgestiegen und hat mit Sicherheit noch eine Menge Euphorie im Rücken", erwartet Elgert beim Revier-Nachbarn alles andere als einen Spaziergang.
Dennoch will der Fußball-Lehrer angesichts der Möglichkeit, nach 30 Jahren erstmals wieder den nationalen Titel nach Gelsenkirchen zu holen, am Stimberg (15.30 Uhr) ein wenig rotieren. "Ich werde einige Spieler zunächst raus lassen, aber dadurch, dass wir vier Mal wechseln können, kommen fast alle zum Einsatz", erklärt Elgert. Lediglich Guiseppe Pisano, Sieg-Torschütze beim Halbfinal-Triumph gegen Hertha BSC, macht derzeit ein wenig Sorgen. Der Stürmer laboriert an einer leichten Muskelverhärtung im Oberschenkel und wird in Erkenschwick wohl pausieren.
Seinen Helden vom 3:0-Sieg hat Elgert in den vergangenen Tagen ohnehin ein wenig Erholung verpasst. Nach einem freien Sonntag bat der S04-Coach die Kicker bis zum gestrigen Mittwoch lediglich zwei Mal auf den Platz, wo sie ein reduziertes Programm absolvierten. "Die Jungs sind zwar immer mit Begeisterung bei der Sache, sollen ihre Kräfte aber auch ein bisschen einteilen", möchte der 49-Jährige die Mannschaft Sonntag in einer Woche auf den Punkt topfit haben.
Das Pokal-Match kommt Elgert als Vorbereitung auf das Gipfeltreffen mit den Bayern dabei ganz gelegen. "Wir können ja zwischen den zwei vielleicht wichtigsten Spielen der Saison nicht 14 Tage nur rumhampeln. Sonst hätten wir für das Wochenende ein Freundschafts-Spiel abschließen müssen", möchte der Schalker Ex-Profi den Cup keinesfalls als unbedeutend im vergleich zur möglichen Meisterschaft einstufen.
Gemeinsam mit Scout Uwe Fester, der sich die beiden Halbfinal-Erfolge der Münchner gegen den SC Freiburg anschaute, durchleuchtete Elgert aber bereits Stärken und Schwächen des Süd-Meisters. "Die A-Jugend spielt ähnlich wie die Bundesliga-Mannschaft, sehr abgebrüht und routiniert. Außerdem sind die Bayern bei Standards stark", weiß Elgert, worauf er seine Jungs einstellen muss.

Autor: hb

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