Sie haben nur noch einen Schritt vor sich, ehe sie voraussichtlich die westdeutsche Meisterschaft feiern dürfen.

SCHALKE U 19: Elgert wehrt Glückwünsche noch ab

hb
05. Mai 2006, 14:01 Uhr

Sie haben nur noch einen Schritt vor sich, ehe sie voraussichtlich die westdeutsche Meisterschaft feiern dürfen.

Sie haben nur noch einen Schritt vor sich, ehe sie voraussichtlich die westdeutsche Meisterschaft feiern dürfen. Beim Bonner SC stehen die A-Junioren des FC Schalke am kommenden Sonntag vor der Krönung einer Saison, der sie über weite Strecken den Stempel aufgedrückt haben. "Ich bin wie immer optimistisch, weiß aber, dass meine Jungs jetzt nicht überheblich werden und noch einmal ihre volle Leistung abrufen können", glaubt Trainer Norbert Elgert nicht, dass er auf die Euphoriebremse treten muss.

Ein wenig wundert sich der Fußball-Lehrer sogar darüber, dass der Erfolg in dieser Spielzeit hoch angesehen wird, da man doch auch in der vergangenen Saison einiges erreicht hatte. "Im letzten Jahr sind wir Vizemeister geworden und haben den Pokal geholt. Das wird ein wenig vergessen", betont Elgert, wohl wissend, dass er eben schon in der zurückliegenden Serie eine starke Truppe beisammen hatte. "Und vor drei Jahren sind wir auch schon einmal Meister in unserer Klasse geworden, damals unter anderem mit Mike Hanke und Christian Pander." Voreilige Glückwünsche nimmt Elgert trotzdem nicht an, obwohl die vier Punkte Vorsprung vor dem hartnäckigsten Konkurrenten Borussia Mönchengladbach eine deutliche Sprache sprechen.

Damit war nach dem verkorksten Auftakt in die Rückrunde nicht unbedingt zu rechnen. Das 1:2 im Gipfeltreffen gegen den VfL Bochum vor knapp drei Monaten war so etwas wie eine Initialzündung für die durchstartenden Gelsenkirchener. "Das Spiel gegen Bochum war vielleicht der Knackpunkt, möglicherweise eine heilsame Niederlage", meint Elgert. "Wir waren auch an diesem Tag das bessere Team, haben aber einmal mehr gegen den VfL verloren. Das hat meine Mannschaft schon frustriert, aber danach hat sie sehr gut reagiert."

Die Ernte einfahren darf womöglich auch ein Pechvogel der vergangenen Monate. Zehn Wochen nach seiner schweren Gesichts-Verletzung hat Kevin Kisyna sein Comeback beim 18:0-Kantersieg im Freundschaftsspiel bei den Sportfreunden Neuwerk gefeiert. Den Jubiläumskick bei dem Mönchengladbacher Vorort-Club hatte Schalkes Nachwuchs-Koordinator Bodo Menze eingestielt – ein Gefallensdienst für Robert Baues, den Schulleiter an der Sportschule Wedau in Duisburg.

Ob Kapitän Kisyna auch am Sonntag in Bonn auflaufen wird, ist indes noch ebenso fraglich wie der Einsatz von Salih Altin, den eine Knöchelprellung behindert. Der Langzeit-Verletzte Bülent Gündüz fällt definitiv aus.

Autor: hb

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