Erstmals in der laufenden Saison war Chef-Coach Ralf Rangnick in der Glückauf-Kampfbahn zu Gast, um sich den königsblauen Nachwuchs einmal live anzusehen, doch prompt versagten die vielleicht künftigen S04-Profis.

SCHALKE: Derby von „positiver Rivalität“ geprägt

hb
28. Oktober 2005, 13:17 Uhr

Erstmals in der laufenden Saison war Chef-Coach Ralf Rangnick in der Glückauf-Kampfbahn zu Gast, um sich den königsblauen Nachwuchs einmal live anzusehen, doch prompt versagten die vielleicht künftigen S04-Profis.

Erstmals in der laufenden Saison war Chef-Coach Ralf Rangnick in der Glückauf-Kampfbahn zu Gast, um sich den königsblauen Nachwuchs einmal live anzusehen, doch prompt versagten die vielleicht künftigen S04-Profis.

Beim 1:1 gegen Arminia Bielefeld bot die Schalker „U 19“ nach Auffassung von Trainer Norbert Elgert „eines des schwächsten Spiele, seit ich Trainer der A-Jugend bin, und sind ist mit Unterbrechung immerhin schon fast neun Jahre“. Im Interview mit RevierSport erklärt der 48-Jährige, warum er einen derartigen plötzlichen Leistungseinbruch der Junioren einerseits verstehen kann, aber mit Blick auf die Ansprüche von Timo Kunert und Co. als Ausnahme verstanden wissen will.

Herr Elgert, sind Sie nach solch einem Spiel eigentlich den ganzen Sonntag ungenießbar?
Ach, wissen Sie, ich habe mit 16 Jahren meine ersten Mannschaft trainiert. Früher war das so, dass ich meinen Ärger über derartige Leistungen mit mir herum getragen habe. Aber inzwischen bin ich so lange dabei, dass meine Frau bestimmt nicht darunter zu leiden hat, wenn meine Mannschaft nicht das gebracht hat, wozu sie sportlich in der Lage ist.

Können Sie nachvollziehen, warum das gerade vor den Augen von Ralf Rangnick – Team-Manager Andreas Müller war ja auch noch da – passiert ist?
Natürlich ist das für die Jungs eine ungewohnte Situation, wenn der Chef-Trainer zuguckt. Das kann dazu führen, dass der eine oder andere verkrampft. Letztendlich haben aber alle das Ziel, irgendwann einmal vor 50.000 oder 60.000 Zuschauern zu spielen, wie moderne Gladiatoren. Da sich im Fußball eine Menge im Kopf abspielt, sind einige dazu nicht in der Lage und scheitern. Dabei findest du in der Regional- oder Oberliga etliche Fußballer, die technisch-spielerisch besser sind als mancher Bundesliga-Kicker.

Am Freitag wird beim Derby gegen Borussia Dortmund im Stadion Rote Erde eine zumindest für die Junioren-Bundesliga stattliche Kulisse von 500-600 Besuchern erwartet. Inwiefern ist auch für Ihren Nachwuchs das Duell mit dem BVB ein besonderes?
Erstens weil Dortmund und Schalke seit Jahren immer oben in der Tabelle spielen und daher ein eigenes Konkurrenz-Verhältnis entwickelt haben. Andererseits ist das Duell natürlich auch von der Nachbarschafts-Rivalität geprägt, die im großen Derby in der Bundesliga vorherrscht. Das hat allerdings überhaupt nichts mit Hass zu tun, sondern ist eine sehr positive Rivalität.

Eine Woche später trifft Schalke auf Mönchengladbach. Sind die Partien gegen die beiden Borussias richtungsweisend für Ihr Team?
Das kann man so sagen, obwohl natürlich jetzt noch lange keine Vorentscheidung im Kampf um die Westdeutsche Meisterschaft fallen wird. Allerdings tritt jetzt ein, was ich schon lange prognostiziert habe, nämlich dass auch Gladbach da ganz oben mitspielt.

Autor: hb

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