Das Schicksal des von der Abschiebung in den Kongo bedrohten Fußballer Hiannick Kamba (RS berichtete) hat mittlerweile überregionales Interesse auf sich gezogen. Inzwischen zeichnet sich eine positive Wende im Fall des 18-jährigen Kickers ab.

SCHALKE II - Kamba darf bleiben

hb
04. Juli 2005, 09:44 Uhr

Das Schicksal des von der Abschiebung in den Kongo bedrohten Fußballer Hiannick Kamba (RS berichtete) hat mittlerweile überregionales Interesse auf sich gezogen. Inzwischen zeichnet sich eine positive Wende im Fall des 18-jährigen Kickers ab.

Das Schicksal des von der Abschiebung in den Kongo bedrohten Fußballer Hiannick Kamba (RS berichtete) hat mittlerweile überregionales Interesse auf sich gezogen. Inzwischen zeichnet sich eine positive Wende im Fall des 18-jährigen Kickers ab.

Während der FC Schalke dem Nachwuchs-Kicker einen Vertrag als Nicht-Amateur ohne Lizenz in der Oberliga-Mannschaft angeboten hat, kämpft die in Essen ansässige Rechtsanwältin Claudia Deuk um die Verlängerung der Aufenthalts-Genehmigung des Afrikaners. „Es ist noch nicht sicher, ob ich bleiben kann“, muss Kamba noch ein wenig mit der Ungewissheit leben, ob eine im Zuwanderungsgesetz verankerte Härtefall-Regelung für ihn greift.

In seinem Geburtsland tobt ein Bürgerkrieg, der den Menschen das Leben schwer macht. Das weiß Kamba nicht zuletzt von mehreren Telefongesprächen mit seinen Eltern, die vor einigen Tagen nach Kinshasa ausgeflogen wurden und dort bei Angehörigen untergekommen sind. „Die Lage im Kongo ist sehr unruhig. Am Freitag sollten eigentlich Wahlen stattfinden, aber die wurden einfach abgesagt“, hat sich der Teenager über die politischen Macht-Verhältnisse in dem von einer Diktatur regierten Staat informiert.

Und als Kongolese fühlt sich Kamba ohnehin nicht. „Wenn man mit neun Jahren auswandert und seitdem in Deutschland lebt, hat man kaum noch Erinnerungen an seine frühere Heimat“, betont der „Rasta-Man“, der in die elfte Klasse der Gesamtschule Berger Feld geht und in zwei Jahren sein Abitur machen will.

Verein und Schule haben die Basis für einen Verbleib Kambas in Deutschland geschaffen. Nun sind die Politiker und zuständigen Behörden gefordert, das Bleiberecht des Teenagers zu ratifizieren.

Autor: hb

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