Das “erste Endspiel” ging verloren, weitere wichtige folgen. Nach der 1:2-Niederlage beim wieder erstarkten Spitzenreiter VfL Bochum hat sich Schalkes “U 19” von seiner Rolle als Favorit auf die Westdeutsche Meisterschaft erst einmal verabschiedet.

SCHALKE - Durmaz in Katar

tg
22. April 2005, 10:36 Uhr

Das “erste Endspiel” ging verloren, weitere wichtige folgen. Nach der 1:2-Niederlage beim wieder erstarkten Spitzenreiter VfL Bochum hat sich Schalkes “U 19” von seiner Rolle als Favorit auf die Westdeutsche Meisterschaft erst einmal verabschiedet.

Das “erste Endspiel” ging verloren, weitere wichtige folgen. Nach der 1:2-Niederlage beim wieder erstarkten Spitzenreiter VfL Bochum hat sich Schalkes “U 19” von seiner Rolle als Favorit auf die Westdeutsche Meisterschaft erst einmal verabschiedet. “Wenn wir uns etwas schlauer angestellt hätten, wäre vielleicht ein Punkt oder sogar drei drin gewesen”, blickt Serkan Durmaz zurück.

Auf die Frage, ob die Königsblauen noch den Titel holen und somit um die Deutsche Meisterschaft spielen, weicht Schalkes Defensivmann aus: “Wir müssen weiter unser Spiele machen und der Rest wird sich zeigen. Der VfL muss auch erst einmal gewinnen”, fügt er selbstbewusst hinzu.

Das Pokal-Endspiel wurde aber bereits erreicht. Gegen Freiburg (4:2 n.E.) gelang dem stellvertretenden Spielführer im Halbfinale der wichtige Ausgleich zum 1:1, der den Schalkern die Verlängerung und das Elfmeterschießen ermöglichte. Am 27. Mai bestreiten die Nachwuchs-Kicker im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark gegen die “Veilchen” von TB Berlin das Vorspiel vor dem 24 Stunden später folgenden großen Finale. “Klar ist es etwas Besonderes, in so einem Endspiel zu stehen. Aber für mich ist jede Partie wichtig”, sagt Durmaz entschlossen.

Vor sechs Jahren wechselte er von Schwarz-Weiß Essen zu den Knappen und entwickelte sich dort prächtig. “Noch habe ich nichts erreicht. Ich muss mich immer weiter verbessern”, gibt der 19-Jährige seine Marschroute vor. “Mit Norbert Elgert habe ich den besten Jugendtrainer, den man sich vorstellen kann. Er arbeitet taktisch sehr viel, deswegen gehören wir auch zu den stärksten Mannschaften in Deutschland.”

Nach guten Leistungen im Schalker Team wurde “U 19” –National-Coach Uli Stielike auf den gebürtigen Essener aufmerksam. Im Oktober letzten Jahres durfte er sein Länderspiel-Debüt im Adler-Dress feiern. Gegen Schottland brachte ihn der Ex-Gladbacher während der zweiten Halbzeit in die Partie. Zu Weihnachten folgte eine Einladung zum Winter-Trainingslager in Katar. In den darauf folgenden Länderspielen konnte sich Durmaz in der Startelf behaupten. Auf das erste Länderspiel-Tor wartet er allerdings noch. “Wichtiger ist, dass der Laden hinten dicht bleibt”, lächelt Durmaz, der im Moment kaum Zeit zum durchatmen hat.

Denn nach guten Leistungen in der laufenden Serie sind andere Clubs auf das Talent aufmerksam geworden. Ob seine Zukunft königsblau, zum Beispiel in der von Mike Büskens und Sven Kmetsch betreuten “U 23”, oder anders aussieht, hüllt sich Durmaz noch in Geheimnisse: “Dass steht noch nicht fest.”

Autor: tg

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