Am Freitag startet die neue 3. Liga. Der WSV muss am Samstag in Emden ran. RS nahm den WSV unter die Lupe.

Vor dem Start der 3. Liga: Der WSV Borussia im RS-Test

Ist Wuppertal fit für Emden?

24. Juli 2008, 10:07 Uhr

Am Freitag startet die neue 3. Liga. Der WSV muss am Samstag in Emden ran. RS nahm den WSV unter die Lupe.

Vorbereitung
Egal ob Schalke (3:0), Köln (1:1) oder Kattowitz (4:1) – der WSV hielt sich auch in den Tests gegen die namhaften Gegner schadlos. Gegen unterklassige Teams reichte es zu lockeren Kantersiegen, so dass Trainer Christoph John vor einem Dilemma steht: Lernt sein Team erst in den Pflichtspielen das Verlieren?

Torhüter
Christian Maly ist die unangefochtene Nummer Eins, sein Stellvertreter Sascha Samulewicz ist im Konkurrenzkampf abgeschlagen. Daher würden die Verantwortlichen nur zu gerne einen weiteren Keeper verpflichten, der dem etablierten Maly ein wenig mehr Feuer macht.

Abwehr
In der vergangenen Saison noch die Achillesferse, nun auch dank der Neuzugänge auf dem Weg der Besserung. Aus der alten Viererkette konnte sich allein Innenverteidiger Michael Stuckmann behaupten. Neben ihm agiert künftig Benjamin Barg, rechts ist Kapitän Björn Weikl gesetzt, links Stefan Markolf. Fällt in der Defensiv-Zentrale jemand aus, ist Tobias Willers der erste Nachrücker.

Mittelfeld
Durch das neue 4-2-3-1-System von Trainer Christoph John gibt es gleich mehrere Veränderungen. Im defensiven Mittelfeld zeigten sich Tim Jerat und der bisherige Essener Mitja Schäfer in glänzender Frühform, davor trifft die geballte Offensiv-Qualität aufeinander. Auf der Zehner-Position hat Nermin Celikovic nur minimal vor Mike Rietpietsch die Nase vorn, als Rechtsaußen dürfte Tobias Damm agieren. Auf der linke Seite profitiert Michael Lejan von Jan Hammes' verletzungsbedingtem Ausfall.

Angriff
Marcel Reichwein kam wie verwandelt aus Emden zurück, knipste in der Vorbereitung nach Belieben und harmoniert bereits gut mit Tobias Damm – auch wenn der dafür aus der Angriffs-Zentrale weichen muss. Mahir Saglik wird man dadurch nicht vergessen machen, aber zumindest annähernd ersetzen können.

Stärken
Die Offensive ist an guten Tagen in der Lage, für einige Aha-Effekte zu sorgen. Die Last des Toreschießens liegt im Gegensatz zur Vorsaison nicht mehr auf einem Akteur, sondern wird auf mehrere Schultern verteilt – auch wenn Reichwein und Damm die heißesten Kandidaten im Buden-Bereich sind.

Schwächen
Die Mannschaft kann einfach nicht in Ruhe arbeiten. Die komplette Änderung des Prämiensystems mag aus Vereinssicht nachvollziehbar sein, allerdings sorgte der Zeitpunkt kurz vor dem Meisterschafts-Start für einige Verunsicherung bei den Akteuren.

Prognose
Der WSV Borussia hinterließ in der Vorbereitung einen guten Eindruck, allerdings sollte man die Test-Ergebnisse nicht überbewerten. Das Team hat das Zeug zu einem komfortablen Platz im Tabellen-Mittelfeld, mehr nicht. Schon gar nicht, wenn sich Verletzungs-Sorgen hinzugesellen sollten. Denn nach den ersten 14, 15 Spielern fällt die Qualität ab.

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