BVB - "Cooler" Kruska keine Notlösung

22. November 2004, 11:40 Uhr

Tabellarisch spielt die A-Jugend von Borussia Dortmund in der Bundesliga nicht die erste Geige. Doch das beunruhigt Trainer Theo Schneider keineswegs.

Tabellarisch spielt die A-Jugend von Borussia Dortmund in der Bundesliga nicht die erste Geige. Doch das beunruhigt Trainer Theo Schneider keineswegs. "Natürlich steht jeder Coach mit seiner Truppe so weit oben wie möglich, aber man muss sich davon lösen, immer nur auf die Platzierung zu blicken. Die Förderung klappt bei uns prima, man muss auch bedenken, dass teilweise sieben, acht Jung-Jahrgänge in der Mannschaft stehen. Diese Saison ist das ganz extrem."

Zuletzt traf einer von den ganz jungen Hüpfern sogar doppelt. Marco Rummenigge, Sohn des ehemaligen BVB-Stars Michael Rummenigge, fügte sich glänzend ein. Schneider: "Das ist ein Junge mit Perspektive, er spielt bei mir die klassische Nummer zehn."

Mit Marc-Andre Kruska startete ein Kandidat sogar bis in die Bundesliga durch. Schneider: "Wir haben ihn letztes Jahr in die A-Jugend hochgezogen, er ist unheimlich gereift. Gleiches gilt für Nizamettin Caliskan, der allerdings zurzeit wegen eines Bänderrisses ausfällt."

Für Kruska sieht der Dortmunder A-Jugend-Coach rosige Perspektiven. "Marc-Andre etabliert sich bei den Profis, er ist absolut keine Notlösung und spielt eine ganz coole Rolle. Dazu passt seine Einstellung einfach." Beispiel: Nach seiner Profi-Feuertaufe in Kaiserlautern (0:1) tauchte das Talent einen Tag später beim A-Jugend-Match Duisburg gegen Bonn auf, um sich den nächsten Gegner anzusehen. Schneider: "Andere wären durch die Stadt gerannt und hätten sich feiern lassen. Solche Spieler leben für den Fußball."

Zur Rückrunde, davon ist der ehemalige Lizenz-Kicker überzeugt, wird sich das Leistungs-Niveau in der Borussen-Truppe stabilisieren. "Die Jungs entwickeln sich alle weiter", bleibt Schneider gelassen, "ich weiß aus Erfahrung, dass jeder einen Schritt weiterkommt." Bis zur Winterpause will der einstige Sölder aus den Partien gegen Duisburg, Bonn und Bielefeld möglichst maximal punkten. "Dann", sagt der Trainer, "können wir vielleicht wieder Tuchfühlung nach oben aufnehmen."

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