IOC-Vize und DOSB-Präsident Thomas Bach hat im Streit um die Abstellung von U23-Spielern am Olympischen Fußballturnier die Vereine zum Umdenken und Einlenken aufgerufen.

Olympia: Bach ruft Fußballvereine zum Einlenken auf

Sanktionen kann nur FIFA verhängen

sid
20. Juli 2008, 12:30 Uhr

IOC-Vize und DOSB-Präsident Thomas Bach hat im Streit um die Abstellung von U23-Spielern am Olympischen Fußballturnier die Vereine zum Umdenken und Einlenken aufgerufen. "Ich würde mir wünschen, dass die Einsicht um sich greift, dass man keinem jungen Sportler seinen Traum von der Olympiateilnahme verbauen sollte. Dies wäre mit Sicherheit im Interesse aller Seiten und allemal einem Gang vor die Verbands-Instanzen vorzuziehen", sagte der der Fecht-Olympiasieger von 1976

Grundsätzlich gehe das IOC davon aus, dass der Fußball-Weltverband FIFA seinen Standpunkt durchsetzen werde, wonach jeder nominierte Spieler abzustellen sei. Unter den FIFA-Experten gebe es keinen Zweifel, dass die entsprechenden Regeln klar seien und greifen würden, betonte Bach, der im IOC die Juristische Kommission leitet. Danach könnten sich die Klubs auch nicht auf den FIFA-Rahmenkalender berufen, da dieser generell keine U23-Termine erfasse.

Sanktionen bei der Verweigerung von Freigaben könne allein die FIFA verhängen, stellte Bach als Vorsitzender der Juristischen Kommission im IOC klar. Dies gelte auch für eine Sperre von Spielern für ihre Klubs während Olympia. Das IOC habe nur Hoheit über die Spiele selbst.

Autor: sid

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