Jan Fitschen vom TV Wattenscheid 01 muss seinen Start am  Sonntag in Heusden aus gesundheitlichen Gründen absagen. Damit ist auch klar, dass der 10.000 Meter-Europameister keine Chance mehr hat, sich über 5.000 Meter quasi „in letzter Sekunde“ für die Olympischen Spiele zu qualifizieren.

Olympia: Fitschens Traum endgültig geplatzt

Blick auf WM 2009

19. Juli 2008, 08:11 Uhr

Jan Fitschen vom TV Wattenscheid 01 muss seinen Start am Sonntag in Heusden aus gesundheitlichen Gründen absagen. Damit ist auch klar, dass der 10.000 Meter-Europameister keine Chance mehr hat, sich über 5.000 Meter quasi „in letzter Sekunde“ für die Olympischen Spiele zu qualifizieren.

Fitschen, der wegen Achillessehnenbeschwerden auf einen Start beim Meeting in Lille und auf die Deutschen Meisterschaften in Nürnberg verzichtet hatte, hat derzeit Probleme mit der Plantarsehne des anderen, des rechten Fußes. Die Achillessehnenbeschwerden seien abgeklungen, sagt Fitschen: „Ich kann im Moment gar nicht wirklich schmerzfrei laufen. Es ist aber nichts Schlimmes. In ein paar Wochen wäre ich wieder gut drauf.“

Die Sommersaison, in der der Wattenscheider immerhin eine neue persönliche Bestleistung über 10.000 Meter aufstellen konnte, ist für den Schützling von Tono Kirschbaum damit beendet. „Das war es“, bestätigt Fitschen, der unterm Strich doch sehr enttäuscht ist: „Es ist super-ärgerlich, ich wäre gern dabei gewesen“, sagt er mit Blick auf sein großes Ziel Olympia, „aber es hilft ja nichts. Ich gucke nun nach vorn, denke an die WM nächstes Jahr im eigenen Land, wo ich ins Finale will.“

Die Entscheidung, dass ein Start im belgischen Heusden auf keinen Fall in Frage kommt, fiel am Montag nach einer erneuten Konsultation von Dr. Karlheinz Graff in Essen: „Dr. Graff, unser Vereinsarzt Dr. Andreas Falarzik und ein Spezialist in Nürnberg waren sich einig, dass es keinen Sinn macht. Wir haben es mit Spritzen versucht, das hat aber nicht so angeschlagen wie erwünscht. Es ist deutlich, dass jetzt Ruhe da dran muss. Unterm Strich muss man sagen, dass der Trainingsrückstand auf keinen Fall aufzuholen wäre. Mal eben drei Wochen Aquajogging kann ich mir in dieser Phase nicht erlauben.“

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