Für Oberhausens Daniel Embers wurde es im Trainingslager in Bitburg teuer.

RWO: Papa Embers hat die Bringschuld schon erfüllt

Tochter Sophia per Laptop dabei

Christian Brausch
17. Juli 2008, 15:56 Uhr

Für Oberhausens Daniel Embers wurde es im Trainingslager in Bitburg teuer.

Nicht, weil er zu viele Tunnel kassierte oder ständig zu spät kam. Der Grund ist seine frisch geborene Tochter Sophia, die vor sechs Tagen das Licht der Welt erblickte. Der stolze Vater betont: "Es lief alles unkompliziert ab. Ich war die ganze Zeit dabei, habe auch im Krankenhause bei meiner Frau Maike übernachtet. Samstag ging es für mich nach Hause und dann ab zu den Jungs nach Bitburg."

Wo er sich am Dienstag aufmachte, um einige Kästen Bier zu organisieren, in Bitburg sicher nicht die schwierigste Aufgabe. Embers: "Das haben wir uns verdient, ich war in der Bringschuld. Und wir haben bisher gut trainiert, daher war das drin, Jürgen Luginger weilte auch bei uns." Zumal der Ex-Trainer Hans-Günter Bruns auch diese Linie vertrat. Wer konzentriert arbeitet, darf auch mal ein Gläschen trinken, solange die Leistung nicht leidet. "So sollte es sein", nickt der Linksfuß, wir übertreiben es ja auch nicht."

Was bei drei Einheiten am Tag auch mehr als unklug wäre. Embers mit dem ersten Fazit der gemeinsamen Tage: "Klar, es war anstrengend. Aber ein bisschen was ist noch drin, auch wenn die Knochen die Belastung schon spüren." Das betrifft alle Kicker, die um die Plätze kämpfen. Die einzige Stelle, die auf den ersten Blick nicht doppelt besetzt ist, betrifft die linke Abwehrseite, wo mit Embers nur ein gelernter Verteidiger zu finden ist.

Der Ex-Gladbacher erklärt mit selbstkritischem Ansatz: "Das sieht erst mal gut aus. Aber ich bin mit meiner Vorbereitung noch nicht zufrieden. Die Partien, die wir gemacht haben, waren nicht wirklich gut. Da muss ich mehr Gas geben. Und auch wenn ich der einzige gelernte Linksfuß hinten bin, gibt es einige Alternativen für diese Position. Daher kann man sicher sein, ich werde mich nicht ausruhen."

Kandidaten wären Tim Kruse oder Thomas Schlieter, zudem die offensiveren Pendants Ferhat Kiskanc oder David Müller. Embers: "Man sieht, ich bin nicht konkurrenzlos. Das wäre auch nicht gut, sonst lässt man schnell etwas nach. Und für mich gilt sowieso, jetzt muss noch eine Schüppe drauf gelegt werden, damit ich auch zum Start dabei bin."

Das gleiche Ziel haben auch die 23 anderen Kadermitglieder, was allerdings die gute Stimmung nicht belastet. Embers, der sich sein Zimmer traditionell mit Marcel Landers teilt, gibt einen Einblick in das Innenleben der Truppe im Trainingslager: "Es wird Play Station gezockt, X-Box, die anderen Pokern oder schauen sich Filme an. Alles ist gemischt, man findet immer ein Zimmer, wo man was machen kann." Spezielle Interessen verfolgt der frisch gebackene Papa: "Ich schaue mir oft Bilder und Videos meiner Tochter auf dem Laptop an."

Wenn die Gedanken nicht beim Sport sind, denn der Defensivmann legt sich fest: "Ich war schon froh, als wir das erste Mal wieder trainiert haben. Man wartet auf den Auftakt, vor allem in der neuen Liga. Und dann das Highlight im Pokal gegen Leverkusen. Auch da haben wir Chancen, denn ich denke immer positiv."

Autor: Christian Brausch

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren