Die von Fußball-Bundesligist Schalke 04 vorgeschlagene Ausrichtung des DFB-Pokalfinals der Frauen in der Veltins-Arena ist bei den Verantwortlichen der Spitzenklubs auf Ablehnung gestoßen.

Nein zu Schalke! Frauen wollen Pokalfinale weiter in Berlin

27. November 2006, 13:16 Uhr

Die von Fußball-Bundesligist Schalke 04 vorgeschlagene Ausrichtung des DFB-Pokalfinals der Frauen in der Veltins-Arena ist bei den Verantwortlichen der Spitzenklubs auf Ablehnung gestoßen.

Die von Fußball-Bundesligist Schalke 04 vorgeschlagene Ausrichtung des DFB-Pokalfinals der Frauen in der Veltins-Arena ist bei den Verantwortlichen der Spitzenklubs auf Ablehnung gestoßen. `Das Herz von Deutschland ist Berlin und dorthin hat der DFB für die Männer und Frauen aus sportpolitischen Gründen die Finals vergeben. Das ist das deutsche Wembley, auch für die Frauen. Es ist eine Heilige Kuh und die ist unantastbar´, sagte Klubchef Ferdinand Seidelt vom deutschen Vizemeister FCR Duisburg. Seidelt wirft den Schalkern vor, nur aus Eigeninteresse die Trennung zwischen Frauen- und Männerfinale zu betreiben: `Das sind lediglich Geschäftsinteressen der Arena-Betreiber und von Schalke 04. Der Frauenfußball ist dort nicht zu Hause und würde durch solch eine Veranstaltung wohl eher kaputtgemacht. Vom FCR wird es daher erbitterten Widerstand geben.´

Auch Trainer Bernd Schröder von Pokalsieger Turbine Potsdam erteilte den von Schalke-Geschäftsführer Peter Peters geäußerten Plänen eine Absage. `Berlin ist mit dem Pokalfinale das Mekka für die Frauen. Wer einmal in Berlin war, der will dort nicht mehr weg´, erklärte Schröder. Auch Manager Siegfried Dietrich von Bundesliga-Spitzenreiter 1. FFC Frankfurt lehnt den Vorschlag der Schalker ab. `Wir haben vor Jahren gekämpft, dass die Frauen mit nach Berlin dürfen. Das Pokalfinale dort ist das Erlebnis schlechthin für den Frauenfußball in Deutschland. Ein Pokalfinale auf Schalke ist für mich ganz weit weg´, meinte Dietrich. Schalkes Geschäftsführer Peters hatte eine Veranstaltung vor rund 50.000 Zuschauern in Aussicht gestellt und wollte damit die Frauen von ihrem Image als `Anhängsel´ des Männerfinals lösen.

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