Er gehört in Herne sicherlich zu den schillerndsten Figuren. Edin Terzic hat sich nicht nur mit seiner unnachahmlichen Art, Fußball zu spielen, über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Auch abseits des Platzes ist der ehemalige Wattenscheider als Stimmungskanone bekannt.

Westfalia Herne: Mit der Nationalmannschaft in Israel

Stürmer Terzic ist voll im Stress

16. Juli 2008, 09:52 Uhr

Er gehört in Herne sicherlich zu den schillerndsten Figuren. Edin Terzic hat sich nicht nur mit seiner unnachahmlichen Art, Fußball zu spielen, über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Auch abseits des Platzes ist der ehemalige Wattenscheider als Stimmungskanone bekannt.

Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass der Stürmer ebenfalls auf der Wunschliste der Cloppenburger steht. "Als ich mit Frank Schulz telefonierte, habe ich ihm lediglich viel Glück für seine neue Aufgabe gewünscht", weiß Terzic (noch) nichts von einer Offerte des Regionalligisten.

Doch in den letzten Tagen hatte er auch keine Zeit, sich darum zu kümmern. Denn der 25-Jährige war mit der Beach-Soccer-Nationalmannschaft beim "Challenge-Cup" in Israel. "Ich habe vor ein paar Monaten meine A—Lizenz bestanden und hab dabei den Trainer Eduard Löwen kennengelernt", berichtet Terzic, wie der Kontakt zu den Sand-Zauberern zu Stande kam. Und der Trip in die neue Heimat von Lothar Matthäus hat sich gelohnt.

Denn beim Freundschaftsturnier, an dem neben dem Titelverteidiger Israel auch Tschechien, die Türkei, Finnland, und Ungarn teilnahmen, erkämpfte sich Deutschland den zweiten Platz. "Im Finale haben wir leider gegen Israel verloren", zuckt Terzic mit den Schultern und hat unvergessene Eindrücke gesammelt: "Es ist ein wunderschönes Land. Aber die Einreise ist sehr kompliziert, denn man wird aufgrund der politischen Lage doppelt und dreifach kontrolliert. Doch vom Krieg bekommt man nichts mit."

Kaum wieder im Pott angekommen, geht der Stress für Terzic aber unvermindert weiter. Denn der Sportstudent sitzt gerade an seiner Diplomarbeit, die in 14 Tagen fertig sein muss. "Ich analysiere die Deutsche Frauen-Fußballnationalmannschaft von 2007. Die vergleiche ich mit den Männern." Und ein vorläufiges Ergebnis hat er auch parat: "Es gibt sehr viele Gemeinsamkeiten bei der Torvorbereitung, aber auch sehr große Unterschiede im Spielaufbau. Männer spielen mehr Querpässe, Frauen suchen den direkten Weg nach vorne. Das ist sehr interessant."

Das ist auch die Regionalliga, wie Terzic meint: "Mit Rot-Weiss Essen oder Preußen Münster sind sehr reizvolle Aufgaben dabei." Und dann überlegt er: "Ich habe ja auch eine Ausstiegsklausel. Aber erst einmal lenke ich die Priorität auf die Uni. Doch ich höre mir auch alles an. Man weiß ja nicht, wie die Situation in ein oder zwei Jahren ist."

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