Die Frankfurter Schwimmerin Vipa Bernhardt scheint es auf juristischem Wege doch noch zu den Olympischen Spielen in Peking zu schaffen. Der Deutsche Schwimmverband (DSV) soll sie in den Kader für die Spiele in China nachnominieren, hat das Landgericht Kassel im Eilverfahren per Einstweiliger Verfügung angeordnet.

Schwimmen: Bernhardt klagt sich ins Peking-Team

Landgericht Kassel ordnet Nachnominierung an

sid
14. Juli 2008, 18:47 Uhr

Die Frankfurter Schwimmerin Vipa Bernhardt scheint es auf juristischem Wege doch noch zu den Olympischen Spielen in Peking zu schaffen. Der Deutsche Schwimmverband (DSV) soll sie in den Kader für die Spiele in China nachnominieren, hat das Landgericht Kassel im Eilverfahren per Einstweiliger Verfügung angeordnet.

Die Krefelderin Ann Poleska müsste dafür wohl gestrichen werden. Das meldet die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Dienstagausgabe.

DSV-Generalsekretär Jürgen Vornhoff wollte sich auf sid-Anfrage nicht äußern. Die Schwimmgemeinschaft Frankfurt, für die Bernhardt bei den deutschen Meisterschaften in Berlin gestartet war, hatte die Klage eingereicht. Bei den nationalen Titelkämpfen, bei denen auch die Olympia-Tickets vergeben wurden, unterbot die 26 Jahre alte Athletin im Finale über 200 Meter Brust zwar die Olympianorm, wurde aber nur Dritte. Für die direkte Qualifikation für Peking hätte sie unter die ersten beiden kommen müssen. Auf Platz zwei schwamm Poleska.

Die 28-Jährige ist aber mehrfach für den Coral Springs Swimclub in den Vereinigten Staaten an den Start gegangen. Einsätze für ausländische Vereine sind laut den Wettkampfbestimmungen des DSV aber nicht gestattet, Starts für Schul- oder Universitätsmannschaften sind dagegen erlaubt. Laut FAZ müsste Poleska demzufolge aus dem Olympiakader gestrichen und für ein Jahr gesperrt werden. Vipa Bernhardt studiert an der Universität von Florida in Gainesville und schwimmt dort auch für die Hochschulmannschaft.

Autor: sid

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