Da kann man schon einmal ganz schön gefrustet aus der Wäsche schauen!

FCR: "Brutale Strafe" abhaken - Fokus auf Rheine und Potsdam

og
13. Oktober 2006, 20:36 Uhr

Da kann man schon einmal ganz schön gefrustet aus der Wäsche schauen!

Da kann man schon einmal ganz schön gefrustet aus der Wäsche schauen! Das 1:6 gegen den 1.FFC Frankfurt hinterließ mächtige Spuren beim FCR, eigentlich wollte man eine deutliche Duftmarke setzen, ein Signal innerhalb eines wichtigen Monats, der am 22. Oktober mit dem DFB-Pokalspiel im Rahmen der zweiten Hauptrunde in Potsdam seinen weiteren Höhepunkt hat. "Wir sind ein Team, gewinnen und verlieren zusammen", legt sich Kathrin Längert fest, an der Keeperin lag es nicht, dass die Hessinnen in Duisburg "kanterten". FCR-Trainer Dietmar Herhaus: "Verdient, wir waren ein prima Gastgeber!"

Die Torhüterin erinnert sich kopfschüttelnd. "In der Phase, als wir die Tore drei bis fünf kassierten, wurden wir vorgeführt." In der Tat, das Spiel kann man nachträglich noch in ein 1:2 und 0:4 sezieren. Längert spricht von "individuellen Fehlern", Herhaus davon, "dass das Team in Durchgang eins zeigte, was möglich ist." Symptomatisch war, dass Längert bei einem Gegentreffer "mit meiner eigenen Mitspielerin zusammenknalle, das passte." Der Verdacht auf Rippenbruch auch. Längert gibt sich kämpferisch: "Weiter geht es, wir stehen wieder auf. Verlieren kann man, mich stört nur die Art und Weise. Es darf nicht passieren, dass wir auseinanderbrechen." Herhaus spricht von "einer Lektion." Die bis zum Sonntag, 15. Oktober, gelernt werden muss, um in Rheine zu bestehen.

Lira Bajramaj schüttelt beim Gedanken an das Match fassungslos mit dem Kopf: "Wir zeigten keinen Biss, so kriegt man einen auf die Kappe." Und wie. Vorne verhungerte Inka Grings, die Wege gehen musste, aber kaum den Ball sah - eine Tatsache, die dem zutragenden System anzurechnen war. Im Mittelfeld war wenig Brillanz, eine Patricia Hanebeck wurde hohen Ambitionen nie gerecht, defensiv zeigte sich auch Annike Krahn verunsichert, die sich stellenweise haarsträubende Auszeiten nahm, die Herhaus "insgesamt gebündelt" sah, so dass der Ex-Kölner von "brutaler Strafe" spricht. Bajramaj: "Wir sind doch selbst schuld. Dabei hatten wir uns richtig gut vorbereitet."

Auch Anne van Bonn wollte da kaum widersprechen: "Das war schon ziemlich traurig, wir hatten uns ein Remis oder sogar einen Sieg ausgerechnet." Und sich dabei völlig verkalkuliert. Ihr Fazit: "Man merkt schon die Erfahrung von Frankfurt." Die auch beim 4:0-Sieg des FCR am letzten Spieltags der vergangenen Saison da war. "Keine Ahnung, warum das damals so lief. Unser Coach hat noch auf dem Platz gesagt, solche Tage gibt es, wir müssen das sofort vergessen." Nach der Analyse, die unter der Woche erfolgte. Herhaus: "Wir werden es verkraften und unsere Ziele nicht aus den Augen verlieren." Alles in Ruhe und nicht angereichert mit sinnlosen Konflikten, wie einen Disput, den sich Vorstandsmitglied Dieter Oster als Leiter der Pressekonferenz nach dem Match mit Frankfurts Coach Dr. Dieter Tritschoks leistete, aus dem schließlich Herhaus den Dampf nehmen musste.

Autor: og

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