Seit nunmehr 18 Jahren spielt nahe der Bochumer Uni auf der Markstraße der arabische Fußballclub Bochum. 1990 gründeten Bochumer Studenten den Verein.

AFC Bochum

"Christlicher oder islamischer Glaube, das ist egal"

Fabian Weitkämper
08. Juli 2008, 19:22 Uhr

Seit nunmehr 18 Jahren spielt nahe der Bochumer Uni auf der Markstraße der arabische Fußballclub Bochum. 1990 gründeten Bochumer Studenten den Verein.

Mittlerweile führt der Verein Spieler vieler Nationen in einem Team zusammen.Auch wenn es bisher für den Aufstieg noch nicht reichte, ist trotzdem eine positive Entwicklung beim AFC zu erkennen. Ganz besonders stolz ist Saade Egbaria, Mitbegründer und jetziger Vorsitzender des Clubs, auf die hohe Integrationsfähigkeit des Vereins: „Wir haben zwar weiterhin größtenteils arabische Jungs in unserem Team, genauso sind aber inzwischen auch Türken, Iraner und Deutsche bei uns aktiv. Für viele von ihnen ist der Sport weiterhin eine willkommene Abwechslung zum Studium.“

[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/008/335-8653_preview.jpeg Gelungene Integration - AFC Bochum (Foto: Homepage AFC Bochum)[/imgbox]Und das Miteinander in der Mannschaft funktioniert ganz wunderbar, wie Egbaria versichert: „Es herrscht eine richtig gute Atmosphäre. Da ist es wirklich egal, ob christlicher oder islamischer Glaube. Wir feiern zusammen und die Deutschen bei uns dürfen auch gerne mal ein Bier trinken. Das ist doch ganz normal.“

Auch im Stadtteil Querenburg und an der Uni hat der AFC einen guten Stand. Bei Festen im Bezirk darf der Club als Repräsentant nicht fehlen.

Doch ein gutes Miteinander ist nicht alles. Auch sportlich würde man sich gerne einmal etwas nach oben orientieren: „Es wäre schön, wenn wir nächste Saison mal um den Aufstieg mitspielen könnten. Ich denke, spielerisch ist das möglich. Aber man muss das natürlich immer relativ sehen. Wir finanzieren uns nur über Beiträge und Spenden und können den Akteuren nichts zahlen. Das hat natürlich auch Vorteile. Unsere Jungs kicken gerne hier und sind nicht auf Geld aus. Geld ist nämlich auch nicht alles.“

So können die Verantwortlichen auch bei einem Nicht-Aufstieg zumindest sicher sein, dass der Club sich finanziell nicht übernimmt, wie es mittlerweile vielerorts der Fall zu sein scheint.

Autor: Fabian Weitkämper

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