Benjamin Schüßler war der vorletzte, dafür aber mit Abstand erfahrenste Neuzugang der Oberhausener.

RWO: Benjamin Schüßler: Erfahren, flexibel und erfreut

"Das ist ein großer Faktor"

Christian Brausch
08. Juli 2008, 10:07 Uhr

Benjamin Schüßler war der vorletzte, dafür aber mit Abstand erfahrenste Neuzugang der Oberhausener.

Und das mit 27 Jahren. Was auf der einen Seite daran liegt, dass RWO mit einer jungen und hungrigen Truppe den Klassenerhalt klar machen will. Auf der anderen Seite kann Schüßler bereits 115 Partien im Bundesligaunterhaus vorweisen (zehn Treffer).
Für zwei Jahre band sich der Mann für die rechte Seite nun an die Kleeblätter. Und lange brauchte er nicht, um sich für Oberhausen zu entscheiden. "Wir haben uns letzten Donnerstag zum ersten Mal getroffen, von beiden Seiten hat es schnell gepasst. Fixer geht es kaum, Dienstag war schon alles klar. Jetzt habe ich mein Ziel, weiter in der Zweiten Liga aufzulaufen, auch erreicht."

Denn der ehemalige Gladbacher ging mit Paderborn ab, jetzt trifft er auf lauter gutgelaunte Aufstiegs-Gesichter. "Es gibt ja auch nichts schöneres, ich musste den Abstieg verkraften. Jetzt wartet aber eine neue Aufgabe, auf die ich mich sehr freue."
Ein Aspekt hat es Schüßler bei den Vorgesprächen besonders angetan: "Mir wurde gesagt, was für eine Einheit die Truppe ist. Das ist ein bedeutender Faktor. Vor Jahren war das in Paderborn auch so, da haben wir einen ordentlichen Fußball geboten. Das sollte hier auch möglich sein."

Und der Ex-Osnabrücker will helfen, dabei ist er nicht nur auf den rechten Flügel fixiert. "Ich bin flexibel, ich lief schon überall auf. Über links, in der Mitte, als zweite Spitze oder auf der rechten Bahn. Das ist sicher auch eine Stärke von mir. Am Ende will ich einfach meinen Teil dazu beitragen, dass wir Erfolg haben."

Timo Uster und Daniel Embers sind die beiden Kicker, die Schüßler schon vor dem ersten Training kannte. "Und der Rest wird sich auch schnell finden, da wird es keine Probleme geben."

Denn die ganze Elf vereint die Freude auf die neue Spielzeit. Schüßler: "Ich habe sechs Wochen gewartet, die Pause war lang. Daher ist man einfach Happy, wenn es wieder los geht. Und ich wurde auch nicht nervös, weil ich nicht sofort einen neuen Verein hatte. Es gab einige Anfragen, jetzt habe ich mit RWO eine sehr gute Adresse gefunden. Hier hat man sich sehr bemüht, eine Perspektive aufgezeigt und ein konkretes Angebot abgegeben, das hat mir am meisten zugesagt."

Und seit Dienstag läuft die Vorbereitung, alles mit dem Endziel Klassenerhalt. Schüßler erklärt: "Der Club ist in der Regionalliga immer ruhig geblieben, so wird man auch in diesem Jahr verfahren. Das ist eine gute Grundlage." Was einen in der Klasse erwartet, weiß der Allrounder bestens.

Sein Vergleich: "In der letzten Saison war die Liga sehr stark, vier Teams gingen ab. Jetzt kommen vielleicht mit Ingolstadt, Frankfurt oder Ahlen nicht die Hochkaräter hinzu. Aber es gab ständig Teams, die positiv überraschen konnten. Wichtig ist, es steigen nur zwei Mannschaften direkt ab, das ist ein großer Faktor. Ich denke, zu denen gehören wir nicht." Daher unterschrieb Schüßler auch nur für die aktuelle Liga. "Ich gehe davon aus, wir halten die Klasse. Daher stellen sich die anderen Themen gar nicht."

Autor: Christian Brausch

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