Nach nur einem halben Jahr bei der Hammer Spielvereinigung muss sich Cyrille Florent Bella schon wieder nach einem neuen Verein umsehen. Während der Sportliche Leiter Joachim Krug gegenüber RS aber immer betont hatte, man würde für den ehemaligen Ahlener Profi eine Tür offen halten, falls er keinen neuen Verein finde, sieht der Stürmer aus Kamerun die Lage ganz anders.

Hammer SpVg.: Bella im VDV-Camp

„Verein hatte kein Geld, mich weiter zu bezahlen"

07. Juli 2008, 19:43 Uhr

Nach nur einem halben Jahr bei der Hammer Spielvereinigung muss sich Cyrille Florent Bella schon wieder nach einem neuen Verein umsehen. Während der Sportliche Leiter Joachim Krug gegenüber RS aber immer betont hatte, man würde für den ehemaligen Ahlener Profi eine Tür offen halten, falls er keinen neuen Verein finde, sieht der Stürmer aus Kamerun die Lage ganz anders.

„Ich hätte gerne weiter für Hamm gespielt, mein Vertrag lief ja schließlich noch bis 2009. Man hat mir aber gesagt, dass man mich nicht weiter bezahlen könne“, erklärt Bella.

Der 131-malige Zweitligakicker (37 Tore) war in der Winterpause in den Hammer Osten gekommen, nachdem er zuvor für Rot-Weiß Oberhausen und den SV Wilhelmshaven aufgelaufen war. Nach verletzungsbedingter schleppender Eingewöhnung bei den „Rothosen“ erzielte Bella in der Rückrunde in 13 Partien sieben Treffer und war somit gemeinsam mit Christian Werner bester Torschütze des Tabellenachten. „Seine Quote war in Ordnung, das kann man nicht anders sagen. Wir wissen allerdings, dass Cyrille gerne noch einmal höher spielen will, daher konnten wir ihn nicht halten“, berichtet Krug.

Neben dem SC Wiedenbrück, wo HSV-Ex-Coach Thomas Stratos und die Spieler Steven Degelmann, Robert Hietkamp, Janis Hoffman und Werner eine Filiale mit ehemaligen Hammern aufmachen, hatte Bella auch zwei Anfragen aus dem fernen Ausland. „Das waren zwei Clubs aus Asien, einer in Katar und der andere aus Indonesien“, erzählt der 33-Jährige.

Nachdem sich diese exotischen Pläne zerschlagen haben, wird sich Bella ab dem heutigen Montag im VDV-Camp für derzeit vereinslose Ex-Profis in Duisburg-Wedau fit halten. „Da bin ich unter vielen Kollegen, die auch einen neuen Verein suchen, zum Beispiel Boubarca N‘Diaye“, weiß Bella.

Fünf Trainingseinheiten pro Woche und ein Essen in der Kantine der Sportschule des Fußballverbandes Niederrhein hat die Gewerkschaft der Vertragsfußballer für die momentan arbeitslosen Kicker zu bieten. Das ist nicht viel, aber immerhin eine vage Möglichkeit, vor Beginn der nächsten Saison doch noch einen Club zu finden. „Ich wäre gerne mit Hamm in die Regionalliga aufgestiegen, aber das hat nicht geklappt. Vielleicht schaffe ich es ja auch so noch dorthin“, übt sich Bella in verhaltenem Optimismus.

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