Ein Blick auf den Kader genügt und man weiß, was die Germania in der NRW-Liga vor hat. Keine Frage - Dattenfeld gehört zu den Favoriten in der neuen Spielklasse. Doch davon will Trainer Michael Boris nichts wissen.

Dattenfeld: Boris sieht in "Opa" Bujok einen Freund

"Hier ist einiges möglich"

Thorsten Richter (tr)
06. Juli 2008, 16:26 Uhr

Ein Blick auf den Kader genügt und man weiß, was die Germania in der NRW-Liga vor hat. Keine Frage - Dattenfeld gehört zu den Favoriten in der neuen Spielklasse. Doch davon will Trainer Michael Boris nichts wissen. "Wir sind nicht das Aushängeschild. Clubs wie Westfalia Herne, Velbert und Schwarz-Weiß Essen sind nicht schlechter aufgestellt. Aber sicherlich ist hier einiges möglich."

Und das Dattenfeld nicht nur personell sondern auch finanziell gut aufgestellt ist, zeigt das Umfeld. Neben dem neuen Kunstrasen, einem Zuschauerschnitt von rund 900 Besuchern und den perfekten Bedingungen wird die Germania mit den EM-Trikots der Firma "adidas" ausgestattet. "Zudem ist unser Spielfeld nur für unsere 18 Partien freigehalten", berichtet Boris, der keine Rücksicht auf seine "Zwote" oder die Jugend nehmen muss.

Für seine neue Herausforderung ist der ehemalige Homberger auch gleich nach Königswinter gezogen. Und auch wenn einige Turbulenzen bei seinem Abgang aus Duisburg herrschten, hat er beim VfB einen echten Freund gefunden. Andreas "Opa" Bujok. "Mit ihm habe ich eine wirkliche Basis geschaffen", lacht Boris. Bujok half nicht nur beim Transport, sondern baute auch die neue Küche auf. "Da habe ich mit meinem ehemaligen Co einen echten Freund gefunden." Doch da Bujok weiterhin in Duisburg wohnt, ist eine erneute Liaison auf sportlicher Ebene unwahrscheinlich. "Das wird leider nicht klappen, aber wer weiß, was in ein paar Jahren ist", überlegt Boris.

Für ihn hat sich der Wechsel "auf's Land" indes ausgezahlt. "Ich fühle mich bei exotischen Clubs wohl", berichtet der ehemalige Emder und schiebt seine Einschätzung nach: "Die neue Liga ist sehr stark. Was Dirk 'Putsche' Helmig zum Beispiel in Wattenscheid geleistet hat, ist sehr gut. Und bei dieser Konkurrenz wollen wir einen einstelligen Tabellenplatz ergattern. Denn die ganzen Sachen und Vorstellungen müssen erst einmal greifen. Deshalb hat mir der Verein auch ein ordentliches Zeitfenster eingeräumt." Boris legt nach: "Ich habe schon ein Brett als Erbe vor der Brust, werde den Kampf aber gerne annehmen."

Autor: Thorsten Richter (tr)

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