Was sich derzeit bei Galatasaray Mülheim abspielt, trägt nicht gerade dazu bei, dass man als Vereinsverantwortlicher hoffnungsvoll in die Zukunft schauen kann. „Es sieht momentan so aus, dass der Kader aus der vergangenen Saison komplett nicht mehr existiert“, runzelt Trainer Cengiz Temur die Stirn.

Galatasaray Mülheim: Komplette Mannschaft weg

„Ein Team bekommt man immer auf den Platz“

kru
05. Juli 2008, 18:31 Uhr

Was sich derzeit bei Galatasaray Mülheim abspielt, trägt nicht gerade dazu bei, dass man als Vereinsverantwortlicher hoffnungsvoll in die Zukunft schauen kann. „Es sieht momentan so aus, dass der Kader aus der vergangenen Saison komplett nicht mehr existiert“, runzelt Trainer Cengiz Temur die Stirn.

„Die Situation ist gelinde gesagt schwierig.“ Alle Spieler, die im letzten Jahr eine sensationelle Leistung ablieferten, haben sich abgemeldet. „Aber noch nicht jeder hat einen neuen Verein. Vielleicht kann ich den einen oder anderen noch zum Bleiben überreden“, hat Temur doch noch Hoffnung, ein paar Stammkräfte aus der abgelaufenen Spielzeit halten zu können. Ansonsten muss Temur auf andere Kräfte zurückgreifen.
Die sind aufgrund der anhaltenden finanziellen Probleme junger Natur. „Ich habe schon nach dem letzten Spieltag betont, dass wir es nun mit einer U23 versuchen müssen“, sagt Temur. „Aber mittlerweile gehe ich davon aus, dass es eine U21 wird.“

Sein Zusatz: „Es geht halt darum, den Club zu konsolidieren.“ Aber wie will man mit einer so blutjungen Mannschaft in der Landesliga bestehen? „Das ist in der Tat schwierig“, gibt der Coach zu. „Man muss den ganzen Jungspunden erfahrene Leute an die Hand geben und das können wir im Moment nicht.“
Trotz der gefährlichen Situation haben die „Bosse“ nie daran gedacht, aus der Landesliga zurückzuziehen. „Wieso auch? Ein Team bekommt man doch immer auf den Platz. Fragt sich nur, was für eins“, grübelt Temur, der auch seine eigene Zukunft noch nicht geklärt sieht.

„Ich mache meine weitere Arbeit davon abhängig, ob wir konkurrenzfähig sind oder nicht. Es kann durchaus sein, dass ich noch vor dem Saisonstart das Handtuch werfe.“ Aber davon will er momentan noch nichts wissen: „Unser Geschäftsführer Faruk Kulac ist Tag und Nacht im Einsatz, führt Gespräche ohne Ende. Es wird wirklich alles versucht, um eine gute Truppe zusammenzubekommen.“

Lange kann sich Galatasaray dieses Schauspiel aber nicht mehr leisten, sonst fehlen am Anfang die Grundlagen. Temur: „Wir machen derzeit eine sehr untypische Vorbereitung. Wir lassen die Jungs einfach Fußball spielen, um eine Auswahl treffen zu können. Ich muss sagen, dass einige starke Talente dabei sind. Die würden sich in anderen Teams in unserer Klasse sogar in die erste Elf spielen. Aber dort hätten sie auch Leute, von denen sie geführt werden.“

Autor: kru

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