Personell wurde das Vertragswerk mit Coach und Sportlichem Leiter Jürgen Krust festgezurrt, der 60-Jährige darf sich nun mit einem echten Papier schmücken, für die Liaison zwischen Verein und A-Lizenzinhaber nahezu ein Novum, in der Vergangenheit galt der Händedruck zwischen den Verantwortlichen.

DUISBURG: Shelley Thompson schon bejubelt, obwohl noch gar nichts klar ist

og
21. November 2003, 14:52 Uhr

Personell wurde das Vertragswerk mit Coach und Sportlichem Leiter Jürgen Krust festgezurrt, der 60-Jährige darf sich nun mit einem echten Papier schmücken, für die Liaison zwischen Verein und A-Lizenzinhaber nahezu ein Novum, in der Vergangenheit galt der Händedruck zwischen den Verantwortlichen.

Planungssicherheit im Club. Personell wurde das Vertragswerk mit Coach und Sportlichem Leiter Jürgen Krust festgezurrt, der 60-Jährige darf sich nun mit einem echten Papier schmücken, für die Liaison zwischen Verein und A-Lizenzinhaber nahezu ein Novum, in der Vergangenheit galt der Händedruck zwischen den Verantwortlichen. "Wir haben diesen Kontrakt geschlossen, also hat keiner mehr etwas zu meckern", bleibt Krust gewohnt pragmatisch. Und grinsend: "Jetzt muss man mit mir klar kommen." Logisch, der Trainer kennt sein Image als "Kollege kantig". Krust feixt: "Einige Ecken sind mittlerweile ziemlich abgeschliffen, wenn von vornherein alles rund ist, ist das schlecht." Fakt: Mit Krust wird man sich weiter reiben können, das erzeugt Wärme. Ergo: Es wird immer etwas geben, was berichtenswert ist.

Diesmal gilt die Vereinbarung bis zum 30.Juni 2005, eine Verlägerungs-Option ist enthalten, sie müsste bis zum 31.Dezember 2004 gezogen werden. Fakt: Krust kann somit sein Konzept weiter realisieren, hat sogar mächtig früh die Chance, sein Team weiter aufzubauen, ohne jeglichen administrativen Nebenkriegsschauplatz. "Nicht nur
meine Mannschaft kann ich zusammen stellen, erst einmal dreht es sich auch um den Trainerstab", betont der Ex-Siegener. Im Dezember soll alles beschlussfähig sein. Und was er noch betont: "Die Position bei den Verhandlungen mit Akteurinnen ist auch besser, wir sitzen jetzt sicherlich am längeren Hebel."

Wichtig war das in den vergangenen Wochen alles, vor allen Dingen stand es aber auch in engem Zusammenhang mit der Verlängerung mit Hauptsponsor Sparkasse Duisburg, ein Deal, der so eigentlich nicht mehr sein sollte, schließlich hatte das Bankinstitut angekündigt, nach drei Jahren Aufbauhilfe den Rückzug anzutreten. Tatsache ist aber, ein Platzhalter war bislang nicht aufzutreiben, der Verein wäre gewissermaßen "nackt im Wind" gewesen, die Vorleistung somit zum Teufel. Grund genug für Sparkassen-Vorstandschef Artur Grzesiek, den Schulterschluss weiter zu realisieren - für weitere zwölf Monate. Auch auf der FCR-Chef-Etage vollzieht sich eine Umstrukturierung, Reinhold Bresonik gibt seinen Vorstandsplatz aus beruflichen Gründen an Dieter Oster weiter.

Eine weitere Personalie wird Krust weitaus mehr bewegen, Shelley Thompson packt in den Vereinigten Staaten, wo sie keine Möglichkeit hat, Fußball zu spielen, ihre Koffer und kehrt in den nächsten Wochen wieder zurück nach Duisburg, um ihr Studium in Deutschland fort zu setzen. Stürmischer Zuwachs für den FCR, genau das wird schon bejubelt. Krust würde sich nicht wehren, wenn es schon so wäre. "Vorgeprescht", knirscht Krust mit den Zähnen, "ich weiß nicht, was das soll." Übersetzt: Noch ist Thompson nicht da, noch ist auch nicht klar, was sie überhaupt wo studieren will und wird. Krust: "Wenn sie hier im Raum einen Studienplatz bekommt, dann wird sie bestimmt für uns auflaufen, das ist aber alles noch nicht klar, was soll also die Aufregung?"

Autor: og

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