Nationaltorwart Robert Müller hat die Gehirnoperation, bei dem ihm ein bösartiger Tumor entfernt worden war, offenbar so gut überstanden, dass Bundestrainer Uwe Krupp den 26-Jährigen nun für das Länderspiel gegen Slowenien (Mittwoch, 19.30 Uhr in Ingolstadt) nominierte.

DEB-Team: Torwart nach Gehirn-OP vor Nationalmannschafts-Comeback

Müllers große Ziele

TL/ame
04. Februar 2007, 15:21 Uhr

Nationaltorwart Robert Müller hat die Gehirnoperation, bei dem ihm ein bösartiger Tumor entfernt worden war, offenbar so gut überstanden, dass Bundestrainer Uwe Krupp den 26-Jährigen nun für das Länderspiel gegen Slowenien (Mittwoch, 19.30 Uhr in Ingolstadt) nominierte.

Müller meisterte mit seiner Familie die niederschmetternde Diagnose im November und den Kampf gegen den Krebs, zudem freute sich der 110-malige Nationaltorwart über die Anteilnahme aus der Eishockey-Szene: „Diesen enormen Zuspruch hatte ich nicht erwartet“, sagt Müller. Die jetzt erfolgte Nominierung durch Krupp war das i-Tüpfelchen, obwohl er das nicht überbewerten will: „Das ist eine schöne Geste, aber erst der Anfang“, erklärt der Goalie des DEL-Tabellenführers Adler Mannheim, der noch große Ziele hat: Wenn im April sein zweites Kind geboren wird, will er „den Meisterpokal in der Hand und das Baby im Arm“ halten.

Auch beim Saisonabschluss will Müller nicht fehlen: „Die WM in Moskau will ich mitmachen. Nach so einer Krankheit zurückzukehren - ich kann gar nicht beschreiben, was das bedeutet.“ Auf das Comeback im Klub muss Müller allerdings noch warten, denn Mannheim will erst die nächste Kernspintomographie am 14. Februar abwarten. „Es kommt darauf an, was die Ärzte sagen“, meint Adler-Trainer Greg Poss und fügt hinzu: „Dann ist es eine Frage der Leistung, wer spielt.“

Die Mannheimer hatten als Ersatz für Müller den US-Amerikaner Jean-Marc Pelletier verpflichtet, doch seit vier Wochen trainiert Müller wieder regelmäßig mit der Mannschaft. „Ich bin in die Normalität, ins Leben zurückgekehrt“, sagt Müller, der auf einen Einsatz gegen Slowenien hofft. Beim Vierländerturnier muss Uwe Krupp aber auf den Nationaltorwart verzichten, der sich im Kreise seiner Familie erholen will. Zudem fallen verletzungsbedingt die Verteidiger Sascha Goc (Hannover Scorpions), Alexander Sulzer (DEG) und Frank Hördler (Eisbären Berlin) aus, sowie Stürmer Michael Hackert (Frankfurt Lions). Ronny Arendt (Adler Mannheim), Kai Hospelt (Kölner Haie) und Debütant Robert Dietrich (DEG Metro Stars) wurden nachträglich in den Kader berufen. Von Freitag bis Sonntag spielt die Nationalmannschaft in Basel, wo die Gegner Schweiz, Österreich und Slowakei heißen.

Autor: TL/ame

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