Nachdem RS Ihnen zuletzt die stärksten Teams der Kreisligen A im Revier präsentiert hat, werfen wir nun einen Blick ans andere Tabellenende. Denn auch im negativen Sinne hat die vergangene Saison viel Erstaunliches geboten.

Serie: Rekordverdächtiges aus den Kreisligen (Teil 2)

Niederlagen ohne Ende

Christopher Weckwerth
23. Juni 2008, 17:25 Uhr

Nachdem RS Ihnen zuletzt die stärksten Teams der Kreisligen A im Revier präsentiert hat, werfen wir nun einen Blick ans andere Tabellenende. Denn auch im negativen Sinne hat die vergangene Saison viel Erstaunliches geboten.

Die Gründe für die schlechten Ergebnisse sind breit gefächert. Ein kurioses Unterfangen war die Spielzeit 2007/08 beispielsweise für den A-Ligisten DJK Wanheimerort (Kreisliga A1 Duisburg/Mühlheim/Dinslaken). Nachdem sich die erste Mannschaft kurzfristig komplett aufgelöst hatte, mussten die Grün-Weißen mit dem Kader des C-Teams antreten. Das macht es zwar leichter, die unterirdische Abschlussbilanz nachzuvollziehen. Dennoch wirkt sie dadurch nicht minder eindrucksvoll.

Gerade mal einen einzigen Punkt, im Schnitt sieben Gegentore pro Spiel und insgesamt hat es 213 (!) Mal im eigenen Kasten geklingelt. Da verwundert es nicht, dass die Duisburger durchweg in der kompletten Saison auf dem letzten Tabellenplatz standen und praktisch nie die Aussicht hatten, die „rote Laterne“ abzugeben. Der Tiefpunkt wurde mit einer 0:14-Niederlage am 27. Spieltag gegen den VfL Duisburg-Süd erreicht. Das 3:3-Remis gegen SV Laar 21 war das höchste der Gefühle. Auswärts blieb die Elf von Trainer Michael Nothof also komplett ohne Punkt. Nach 30 Spielen hatte DJK 22 Punkte Rückstand auf den Vorletzten GSG Duisburg. Immerhin standen dem 30 eigene Tore gegenüber, einen Wert den unsere anderen beiden „Pechvögel der Saison“ nicht einfahren konnten.

Ebenfalls ohne Auswärtserfolg blieb der TuS Alteheide aus der A2-Liga im Kreis Unna-Hamm. Die Roten aus Unna erzielten dafür insgesamt doppelt so viel Zählbares wie die Fußballer aus Wanheimerort – ganze zwei Punkte. Durchschnittlich setzte es 4,5 Gegentore pro Partie, gleich elf beim 2:11 bei TuRa Bergkamen (20. Spieltag). Das abschließende Torverhältnis lag bei 22:135, 93 Prozent der Spiele verloren die Unnaer, davon 15 Mal mit vier oder mehr Toren Differenz.

Alles andere als überzeugend war auch der Post- und Telekom SV Dortmund (Kreisliga A2). In drei Spielen reichte es immerhin zu einem Unentschieden, eines gelang sogar auswärts (bei SF Sölderholz). Schwächen gab es in allen Mannschaftsteilen, eine Tordifferenz von -122 spricht Bände. Eine Rekordpleite wie das 1:12 zuhause gegen BSV Schüren direkt am ersten Spieltag sollte sich dagegen nicht wiederholen. In der Aufstellung des PTSV waren mehrfach sowohl A-Jugendliche als auch Spieler des Alte Herren-Teams zu finden. Dennoch soll der Kader weitgehend gleich bleiben. Die Ansprüche sind gesunken, das Ziel in der B-Liga ist es jetzt, den erneuten Abstieg zu verhindern.

Zahlen und Fakten

DJK Wanheimerort:
[*]Ein Punkt aus 30 Spielen, 30:213 Tore
[*]Durchschnittlich 7,1 Gegentore pro Spiel
[*]Höchste Niederlage: 0:14 gegen VfL Duisburg-Süd (27. Spieltag)
[*]Kein Auswärtspunkt

TuS Alteheide:
[*]Zwei Punkte aus 30 Spielen, 22:135 Tore
[*]Durchschnittlich 4,5 Gegentore pro Spiel
[*]Höchste Niederlage: 2:11 bei TuRa Bergkamen (20. Spieltag)
[*]Kein Auswärtspunkt

PTSV Dortmund:
[*]Drei Punkte, 20:142 Tore
[*]Durchschnittlich 4,7 Gegentore pro Spiel
[*]Höchste Niederlage: 1:12 gegen BSV Schüren (1. Spieltag)
[*]Wie auch Wanheimerort durchgängig Tabellenletzter

Autor: Christopher Weckwerth

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