Trotz einer 0:1-Niederlage im Halbfinal-Rückspiel gegen Kaiserslautern steht Dortmunds U17 zum dritten Mal in Folge im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft.

Dortmund U17: Wazinski stellt Finalisten vor

Top-Talente, Türme und ein neuer Odonkor

gri
19. Juni 2008, 17:58 Uhr

Trotz einer 0:1-Niederlage im Halbfinal-Rückspiel gegen Kaiserslautern steht Dortmunds U17 zum dritten Mal in Folge im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. "Mittlerweile ist das Gewohnheit", erklärt Trainer Peter Wazinski mit einem Augenzwinkern.

Und weil ihm gerade der Schalk im Nacken sitzt, mag er vor dem Auftritt am kommenden Samstag (14 Uhr) bei der TSG Hoffenheim keinen Standort-Nachteil sehen: "Wir haben einen Auswärts-Vorteil, weil in den letzten fünf Jahren immer das Auswärts-Team gewonnen hat." Und das, obwohl das Dietmar-Hopp-Stadion mit seinen 6.350 Plätzen ausverkauft sein dürfte? "Das werden wir den Jungs als Vorteil darstellen. Vor so einer Kulisse werden viele nie wieder spielen", bemerkt Wazinski. Passend zum Groß-Ereignis stellt der Coach seine Helden in spe vor.

Zlatan Alomerovic: Der absolute Gewinner der beiden Halbfinal-Spiele. Zeigte erstmals das, was er leisten kann.

Bastian Fischer: Er ist der Glückspilz, weil er trotz seiner Gelb-Sperre gegen Kaiserslautern noch einmal spielen darf. Da kann er sich bei seinen Mannschaftskameraden bedanken.

Lasse Sobiech: Der Turm in der Schlacht. Mit seinen 1,96 Metern gewinnt er jedes Kopfball-Duell und hat eine absolut positive Entwicklung genommen. Ein echter Abwehr-Chef.

Marc Hornschuh: Er ist in dem Jahrgang unser Top-Talent. Wenn der nicht Bundesliga-Spieler wird, wer dann?

Christian Silaj: Unser Pechvogel, er hat ein echtes Seuchenjahr hinter sich. Christian hat in der gesamten Endrunde nicht mitspielen können, weil er einen extremen Beckenschiefstand hat, die ganze Muskulatur ist verspannt. Trotzdem wird er mit nach Hoffenheim reisen, schließlich ist er ein fester Bestandteil der Mannschaft.

Tim Hermes: Unser Dampfmacher auf der linken Seite ist ein super Typ. Er ist der einzige, der sich mit Beruf und Fußball herumschlägt, daher kann er das Training zum relaxen nutzen. Die Lehre zum Industriekaufmann hat ihm nicht geschadet, er hat eine Struktur im Leben und weiß, wie leicht es ist, mit dem Sport sein Geld zu verdienen.

Mario Götze: Für ihn ist es richtig bitter, dass er sich am Wochenende das Handgelenk gebrochen hat. Er ist am Montag operiert worden und fällt definitiv fürs Endspiel aus. Ansonsten ist er im 92er-Jahrgang das, was Marc Hornschuh im 91er-Jahrgang ist. Der hat eine überragende Hinrunde gespielt und uns oft den Hintern gerettet, danach hatte er viel Verletzungs-Pech.

Daniel Ginczek: Der Top-Torjäger ist die Entdeckung der Saison. Er kam im Sommer vom SC Neheim und hat direkt 26 Buden für uns erzielt, zudem zwei Tore gegen Kaiserslautern. Im Moment legt er eine Traum-Karriere hin, die man so nicht erwarten konnte.

Ivan Paurevic: Unser Allrounder. Der hat von Innenverteidiger bis Mittelstürmer schon alles gespielt und ist mit Lasse Sobiech der Größte bei uns.

Volkan Ekici: Er hat gegen den FCK davon profitiert, dass Bastian Fischer gesperrt war und hat seine Sache in der Verteidigung hervorragend gemacht. Er wird in Hoffenheim wieder spielen.
Dennis Buschening: Unser Joker, der leider noch nicht so sticht. Ich gehe davon aus, dass er sich das Tor fürs Finale aufgehoben hat.

Marco Stiepermann: Er ist die Stimmungs-Kanone und sorgt vor und nach den Partien für gute Laune. Für Samstag hat er sicher auch schon etwas vorbereitet. Und nebenbei kann er noch ein bisschen Fußball spielen.

Victor Huschka: Er pendelt zwischen Welt- und Kreisklasse. An guten Tagen entscheidet er ein Match alleine, an schlechten geht gar nichts. Wir sind froh, dass er am letzten Wochenende nicht gezündet hat, dann müsste es in Hoffenheim wieder klappen.

Giacomo Serrone: Er ist unser David Odonkor. Giacomo ist pfeilschnell, hat eine super Flanke – wenn man ihn reinschmeißt, kann er etwas bewegen.

Jonas Grütering: Als Ex-Schalker hat er ein Problem damit, sich über unsere Erfolge zu freuen. Nein, Quatsch: Er kann sich voll mit dem BVB identifizieren.

Onur Cenik: Die Überraschung der Saison. Er war eigentlich für die U16 eingeplant, durch Christian Silajs Verletzung ist er aber am Saisonbeginn zu uns gestoßen und wurde zum absoluten Stammspieler in der Innenverteidigung.

Ibrahim Barry: Er kommt auch aus der U16 und ist eine Hoffnung fürs nächste Jahr.

Autor: gri

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