Eigentlich sollte zu Wochenbeginn alles perfekt gemacht werden, aber bis gestern, Mittwoch, war Nils-Ole Book weiterhin ein Zebra.

Hängepartie: Books Ausleihgeschäft zieht sich

"Trainingsstart bei MSV wäre nicht so tragisch"

tt
19. Juni 2008, 09:55 Uhr

Eigentlich sollte zu Wochenbeginn alles perfekt gemacht werden, aber bis gestern, Mittwoch, war Nils-Ole Book weiterhin ein Zebra.

Das Ausleihgeschäft mit Zweitliga-Neuling Rot-Weiss Ahlen zieht sich noch etwas. "Woran es genau liegt, weiß ich nicht", zuckt der Mittelfeldspieler mit den Schultern, "aber eigentlich ist der Sachverhalt gar nicht kompliziert. Ahlen will mich für eine Saison ausleihen, Duisburg legt mir dabei keine Steine in den Weg, zumal ich ja weiter Spieler des MSV bleibe und 2009 zurückkehren werde."

Dass Rudi Bommer seinen neu zusammengestellten Kader am 29. Juni zum ersten Training auf den Rasen bittet, sieht Book nicht als Problem. "Wenn sich bis dahin immer noch nichts entschieden hat, was ich eigentlich nicht glaube, dann werde ich beim MSV-Aufgalopp natürlich dabei sein. So tragisch wäre das für mich nicht. Unglücklich würde es nur dann, wenn Ahlen schon voll im Rhythmus wäre und ich später dazukäme."

Die Münsterländer schicken ihre Akteure am 5. Juli, also eine Woche nach den Duisburgern, zum ersten Mal auf das Trainings-Geläuf. Über die Abläufe hat sich der frühere Junioren-Nationalspieler schon Gedanken gemacht. "Meine Wohnung in Duisburg behalte ich, aber ich werde mich in Ahlen um ein Zimmer oder Appartement bemühen. Gerade in der Vorbereitung, wenn oftmals zwei Einheiten auf dem Plan stehen, macht das absolut Sinn, um sich die Fahrerei zu ersparen. Die Hälfte der Woche werde ich aber weiter in Duisburg sein, mir nach Möglichkeit auch Spiele des MSV ansehen, sofern es keine Überschneidung mit unseren Begegnungen gibt." An Books Überlegungen lässt sich leicht ablesen: "Ich plane im Kopf schon die RWA-Zeit."

Da Ahlens Torwart Dirk Langerbein, der früher auch bei den Meiderichern zwischen den Pfosten stand, direkt neben Book wohnt, bietet sich eine Fahrgemeinschaft Richtung Wersestadion geradezu an. "Darüber", sagt der Blondschopf, "haben wir schon gesprochen."

Vieles wird für Book neu sein, wenn er seine Zelte wieder bei Rot-Weiss aufschlägt. "Von den Spielern kenne ich neben Langerbein noch Danny Thioune und Michael Wiemann, mit dem ich in der Jugend zusammengespielt habe. Ein Großteil des Kaders bleibt, die Gespräche mit Trainer Christian Wück und Manager Stefan Grädler waren sehr gut. Wichtig ist, dass Ahlen nach dem Aufstieg nicht verkrampft und seine Lockerheit behält." Gleiches gilt für Book. Zumindest so lange, bis der Deal endgültig abgeschlossen ist.

Autor: tt

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