Es ist aus Reviersicht die größte positive Überraschung der laufenden Saison. Die Hammer SpVg. hat sich als Aufsteiger prächtig in die Oberliga Westfalen eingeführt. Vor dem 11. Spieltag rangiert die Truppe von HSV-Trainer Wolfgang Sandhowe auf dem zehnten Tabellenrang und hat bereits neun Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Nach dem dritten Spieltag war die Sandhowe-Elf sogar auf dem ersten Tabellenplatz zu finden.

Oberliga Westfalen, 11. Spieltag, Expertentipp von Wolfgang Sandhowe (Trainer Hammer SpVg.)

„Unsere Fehlerquote war zuletzt zu hoch“

Thomas Ziehn
26. Oktober 2006, 19:45 Uhr

Es ist aus Reviersicht die größte positive Überraschung der laufenden Saison. Die Hammer SpVg. hat sich als Aufsteiger prächtig in die Oberliga Westfalen eingeführt. Vor dem 11. Spieltag rangiert die Truppe von HSV-Trainer Wolfgang Sandhowe auf dem zehnten Tabellenrang und hat bereits neun Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Nach dem dritten Spieltag war die Sandhowe-Elf sogar auf dem ersten Tabellenplatz zu finden.

„Wir haben uns bis dahin stabil präsentiert und wenige individuelle Fehler gemacht“, berichtet Wolgang Sandhowe, „in den folgenden Spielen wurde unsere Fehlerquote zu hoch und dann wirst du in dieser Liga bestraft. In Emsdetten wollen wir kontrolliert nach vorne spielen und zumindest einen Punkt mit nach Hause nehmen. Ich hoffe wir schaffen es, mal wieder zu null zu spielen“, so der HSV-Trainer weiter. „Wir stehen eigentlich ganz gut da. Ich sage immer, dass du nach zehn Spieltagen da stehst, wo du leistungsmäßig hingehörst. Für uns geht es nun darum, nicht in Abstiegsnot zu kommen und uns im ersten Oberliga-Jahr in der Liga zu etablieren. Wenn meine Spieler rennen und kämpfen, können wir jeden Gegner schlagen“, baut Sandhowe auf seine Truppe.

Aus Reviersicht ebenfalls so nicht unbedingt erwartet: Der Blick in den Tabellenkeller, wo mit der SG Wattenscheid 09, dem VfB Hüls und der Spvgg. Erkenschwick (leider) drei Reviervereine stehen. Nach dem 11. Spieltag wird sich daran auch nichts ändern. Selbst wenn alle drei Vereine ihre Spiele für sich entscheiden sollten, bleiben sie auf den Rängen, die am Ende den Gang in die Verbandsliga bedeuten würden.

In Hüls hat man deshalb bereits reagiert. Mit Ex-Profi Dame Diouf und Pascal Seitz wurden zwei namhafte Neuzugänge verpflichtet, die sich beim 1:2 gegen die Sportfreunde Lotte schon gut in das Mannschaftsgefüge eingliederten. Seitz erzielte sogar die 1:0-Führung auf Zuspiel von Diouf. Alle drei Abstiegskandidaten sind am 11. Spieltag fast schon zum siegen verdammt. Der Rückstand auf den FC Eintracht Rheine, den ersten Verein auf einem Nichtabstiegsplatz beträgt – Hüls, Erkenschwick und Wattenscheid haben je fünf Punkte – vier Punkte. „Mich überrascht gerade die Platzierung der SG Wattenscheid. Das hätte ich so nicht erwartet“, verwundert es auch Wolfgang Sandhowe, dass der Regionalliga-Absteiger so weit unten zu finden ist.

Erfreulicher sieht es für Westfalia Herne aus. Nach holprigem Start hat sich die Mannschaft von Westfalia-Trainer Frank Schulz gefangen und belegt vor dem Spiel gegen Rheine den sechsten Rang in der Tabelle. Dort würden wohl auch gerne die Amateure des VfL Bochum II stehen. Die Oberliga-Reserve spielt zwar anständig, kann das aber nicht in Punkten umsetzen. So springt vor dem Duell mit dem SV Lippstadt nur ein Platz im unteren Mittelfeld heraus. Gleiches gilt für die Oberliga-Elf des FC Schalke 04. Die Mannschaft von Michael Büskens war mit hohen Erwartungen in die Saison gestartet. Sogar von der Regionalliga war die Rede. Will man dieses Ziel nicht völlig aus den Augen verlieren, müssen die Königsblauen bei RW Ahlen II gewinnen. Geht es nach den Tipps von Wolfgang Sandhowe, verbessert sich die Situation der beiden Bundesliga-Reserven nicht: „Ich denke, beide werden mit einem Unentschieden zufrieden sein müssen.“

Für das Ostwestfalen-Derby zwischen dem SC Verl und dem FC Gütersloh sagt Sandhowe ebenfalls eine Punkteteilung voraus. „Solche Spitzenspiele haben häufig keinen Sieger. Deshalb sage ich ein 1:1 voraus.“

Autor: Thomas Ziehn

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