Die Sommerpause bestreitet Chinedu Ede, Duisburgs Neuerwerbung aus Berlin, eher ungewöhnlich.

MSV: Chinedu Ede war beeindruckt vom Bemühen der Verantwortlichen

„Ein Super-Gefühl“

Thomas Tartemann
12. Juni 2008, 10:24 Uhr

Die Sommerpause bestreitet Chinedu Ede, Duisburgs Neuerwerbung aus Berlin, eher ungewöhnlich.

Und zwar im Krankenhaus. „Ich werde bis zum Ende der Woche in einem Oberhausener Hospital behandelt. Bei mir gab es einen angeborenen Nierenschaden. Den habe ich nach Absprache mit MSV-Manager Bruno Hübner und Mannschafts-Arzt Dr. Lothar Roslawski jetzt beheben lassen, um zum Trainings-Start richtig fit zu sein“, erklärt der 21-Jährige. RevierSport unterhielt sich mit dem Wirbelwind, dessen Vorname
„Gott führt dich“ bedeutet.

Chinedu Ede, vom großen Verein Hertha BSC zum kleinen MSV. Ist das ein Rückschritt?

Nein, das sehe ich nicht so. Ich habe in der letzten Saison kaum
gespielt, kam eigentlich nur in der Oberliga-Mannschaft zum Einsatz. Deswegen ist es kein Schritt zurück.

Fällt es Ihnen schwer, die Metropole, zu der gebürtige Berliner ja einen besonderen Bezug entwickeln, zu verlassen?

Es ist gut, auch mal aus Berlin rauszukommen. Vielleicht brauche
ich ein bisschen Zeit zum Einleben, das kann schon sein, aber ich komme nicht aus Spaß, sondern um einen Traum zu verwirklichen. Ich wäre sicherlich unglücklicher, wenn ich den Schritt nicht gemacht und mich noch in der alten Situation befunden hätte. Jetzt gibt es eine neue Perspektive.
Was hat Sie überzeugt, nach Duisburg zu kommen?

Ich habe einen Drei-Jahres-Vertrag. Wenn ich grundsätzlich nicht
von dem überzeugt wäre, was Duisburg plant und vorhat, wäre ich gar nicht hierhin gewechselt. Trainer Rudi Bommer, Präsident Walter Hellmich und Manager Bruno Hübner haben mir von Beginn an das Super-Gefühl vermittelt, dass ich in ihren Planungen eine wichtige Rolle spiele. Sie haben sich sehr um mich bemüht. Sie glauben an mich.

Das war bei Hertha-Coach Lucien Favre offenbar nicht der Fall, oder?

Ich habe mich bei Hertha nicht durchgesetzt. Dafür gab es verschiedene Gründe, aber das ist Vergangenheit.
Trotzdem schien der Weg aus dem eigenen Nachwuchs-Bereich in die Bundesliga-Mannschaft vorgezeichnet.

Ja, aber wenn man aus der eigenen Jugend eines Vereins stammt, dann bleibt man immer der Kleine. Hier in Duisburg muss ich mich zwar neu beweisen, aber das sehe ich nicht als Problem. Ich werde Gas geben, mir richtig den Arsch aufreißen. Wenn wir es Richtung Bundesliga packen, wäre das fantastisch.

Besitzt der MSV das Potenzial, ganz vorne zu landen?

Ich denke, mit der Mannschaft ist es möglich, aufzusteigen. Die
beiden Stürmer Ishiaku und Niculescu sind richtig gut, auch andere Leute, die da geblieben sind, besitzen viel Qualität.
Haben Sie in der letzten Saison Spiele der Duisburger gesehen?

Ja, ich habe einige Duelle verfolgt. Sie haben viele Tore in den
letzten Minuten kassiert, so wie gegen Stuttgart und Dortmund. Der Abstieg war etwas unglücklich.

Wo sehen Sie sich selbst, wo liegen Ihre Stärken?

Ich spiele Linksaußen oder zweite Spitze. Tempo-Dribbling und
Eins-gegen-Eins-Situationen sind Dinge, die mir gut liegen. Ich hoffe, dass ich es hier zeigen kann und werde alles geben, um mit dem MSV erfolgreich zu sein.

Autor: Thomas Tartemann

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren