Borussia Dortmund, Werder Bremen: Das sind die Ex-Clubs des Spielers Rudi Assauer.

RWE: Knaup Kontaktmann ohne Hang zum Amt

„Wir sind das Ruhrgebiet“

og
12. Juni 2008, 07:39 Uhr

Borussia Dortmund, Werder Bremen: Das sind die Ex-Clubs des Spielers Rudi Assauer.

Als Manager war er in Bremen, Oldenburg, Schalke. Die Verbindung zu RWE wurde über die Stadt initiiert. "Nur gucken, nicht anfassen", so lautet das Thema eines Werbespots mit Assauer. Das soll nicht für RWE gelten, die Frage ist nur, in wie weit die Club-Verantwortlichen vom „Treiben“ der Stadt gerne einmal überrollt werden? Insbesondere ein Vorstandsmitglied wie Stefan Meutsch dürfte in dieser Richtung klare Worte finden.

Mehrstündige Verhandlungen mit dem 64-jährigen Assauer werden mittlerweile bestätigt. Der Kontakt lief über Professor Dr. Rüdiger Knaup, in dessen Kanzlei sich „OB“ Dr. Wolfgang Reiniger und Oberstadtdirektor Christian Hülsmann trafen. Getrieben „von der wirtschaftlichen Sorge um den Club und das Stadionprojekt“. Man wollte bei Knaup Wissen anzapfen, der die SG Wattenscheid sanierte. Und eine Richtungsweisung, wie man eine Arena vernünftig aufstellt. Knaup: „Ich gab den Rat, dass man sich sinnvoller Weise eines Fachmannes bedienen sollte.“ Assauer!

Es ging um die Bindung der Großkonzerne über ein mittelfristiges „klares Konzept“, wie Knaup erläutert. Mit dem Ziel 1. Bundesliga. „Man muss den Leuten, von deren Steuergeldern das finanziert wird, und Sponsoren das erklären, warum so ein Projekt zu einem absoluten Tiefpunkt kommen soll.“ Die Glaubwürdigkeit nach außen soll durch Assauer dokumentiert werden. Über Knaup lief der Kontakt. Fest steht, Assauer benötigt den Job nicht, wenn es dazu kommt, will er das machen, weil er davon überzeugt wurde.

Thomas Strunz, Sportlich Verantwortlicher, dürfte mit Assauer schwer unter einen Hut zu bringen sein. Eine Option wäre, er stellt den Kader zusammen und geht dann. Eitelkeit, sich bei RWE unbedingt etwas beweisen zu müssen, dürfte der Europameister von 1996 nicht haben. Interessant könnte sein, ob Strunz tatsächlich im Rahmen eines Tagessatzes bezahlt wird. Fest steht für Knaup, das ist für ihn wichtig: „Ein Amt strebe ich nicht an, würde auch keines annehmen, dazu habe ich überhaupt keine Zeit. Ich bin beteiligt, weil ich von der Stadt dazu gebeten wurde. Ich helfe gerne, wir sind schließlich das Ruhrgebiet.“

Autor: og

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