Der Kader ist noch eine Baustelle, das Stadion wird es erst einmal nicht. Die Hammer Spielvereinigung hat die Lizenz für die neue NRW-Liga unter der Auflage erhalten, in der heimischen Evora-Arena für eine Trennung der Fanblocks zu sorgen.

Hamm: 13 Spieler sind für neue Saison fix

Zäune für die Evora-Arena

08. Juni 2008, 23:23 Uhr

Der Kader ist noch eine Baustelle, das Stadion wird es erst einmal nicht. Die Hammer Spielvereinigung hat die Lizenz für die neue NRW-Liga unter der Auflage erhalten, in der heimischen Evora-Arena für eine Trennung der Fanblocks zu sorgen. "2,20 Meter hohe Zäune für die gefährlichen Ultras aus Dattenfeld", wie sich Joachim Krug, sportlicher Berater der HSV, mit Blick auf die Sicherheitshysterie des Fußballverbandes amüsiert.

Das ist bis zum 1. August zu bewerkstelligen. Der Bau der geplanten Haupttribüne gehört hingegen nicht zum Anforderungskatalog, soll aber nicht auf die lange Bank geschoben werden. "Wir sind froh, dass den Zeitrahmen jetzt nicht so eng gesteckt ist. Dennoch wollen wir den Zuschauern möglichst schnell ein vernünftiges Stadion bieten, in dem sie sich keinen nassen Hintern holen", erklärt Krug.

Um die Finanzierung der Tribüne kümmert sich der Hauptvorstand, er selbst baut weiter an der Mannschaft. Der neue Trainer René Hecker hat nach heutigem Stand 13 Spieler für die nächste Serie zur Verfügung. Bis zum Trainingsstart am 10. Juli soll der Kader möglichst dicht sein, daher sollen noch mindestens fünf bis sechs Leute kommen. Hecker bat in der vergangenen Woche zu zwei Sichtungseinheiten, in denen sich vorwiegend junge Kicker aus unteren Klassen empfehlen sollten. "Darunter sind zwei, drei interessante Leute, doch unterschriftsreif ist noch nichts", berichtet Krug.

Vor allem in der Offensive sucht der Club noch Zuwachs. Fraglich ist weiterhin der Verbleib von Janis Hoffmann, der ein Angebot der "Rothosen" vorliegen hat, möglicherweise aber Coach Thomas Stratos sowie Robert Hietkamp, Steven Degelmann und Christian Werner nach Wiedenbrück folgt. "Die haben andere finanzielle Möglichkeiten, da können wir nicht mithalten", weiß Krug, dass beim SCW 2000 der Gang in die klassentiefere Westfalenliga ordentlich entschädigt wird. Eine kleine Hoffnung besteht bei Cyrille Bella. Der Kameruner, der in der Rückrunde mit sieben Toren in elf Spielen die Erwartungen erfüllte, liebäugelt zwar mit einem Engagement in der hiesigen 3. Liga oder einem Wechsel ins Ausland (Frankreich, Katar, VAE). Falls die Rückkehr in den Profifußball scheitert, wäre in Hamm die Tür für Bella nicht zu.

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