Der DSC Wanne wollte unbedingt Vize werden, weil sich der Club noch geheime Hoffnungen auf die NRW-Liga gemacht hat. Doch die gibt es nicht, da als Nachrücker erst einmal auf die sportlich nicht qualifizierten Clubs zurückgegriffen wird.

Wanne: NRW-Liga-Hoffnungen endgültig gestorben

Vom Flieger auf den Platz

08. Juni 2008, 20:00 Uhr

Der DSC Wanne wollte unbedingt Vize werden, weil sich der Club noch geheime Hoffnungen auf die NRW-Liga gemacht hat. Doch die gibt es nicht, da als Nachrücker erst einmal auf die sportlich nicht qualifizierten Clubs zurückgegriffen wird. "Dann werden wir den Aufstieg eben im nächsten Jahr in Angriff nehmen", ist Thorsten Biermann zwar enttäuscht, aber auch angriffslustig.

Der "Boss" des DSC schiebt nach: "Es wird schwer, dennoch wir wollen mittelfristig in der höchsten Amateurklasse spielen. Das ist nun einmal die NRW-Liga."

Den Sprung nach oben will er aber nicht als erklärtes Ziel für die kommende Serie verstanden wissen. "In der vergangenen Spielzeit bin ich schon beäugt worden, weil ich Erster werden wollte. Jetzt äußere ich mich diplomatischer und sage, dass wir im oberen Drittel mitmischen werden." Auf die Frage, ob das nicht zu tief gestapelt sei, da der Verein ja auch an der Sponsorenfront von einem Erfolg zum anderen jagt, entgegnet Biermann: "Nein, wir haben ja gesehen, dass es von Kleinigkeiten abhängt, ob man Meister wird. Wir haben lediglich die ersten fünf Spiele vergeigt, ansonsten waren wir mit Wattenscheid gleich auf. Ich hoffe, dass wir daraus gelernt haben."

Angst davor, ein ewiger "Vize" wie Leverkusen zu sein, hat der Funktionär nicht: "Wir wachsen im sportlich wie wirtschaftlichen Bereich kontinuierlich. Ich setze uns nicht unter Druck, denn wir sind auf einem guten Weg." Und auch die Mannschaft, die am gestrigen Samstag von der Mallorca-Mannschaftstour zurückkam sieht den zweiten Platz nicht als Niederlage. Vom Flieger ging es gleich zum befreundeten Tennisclub TC Blauweiß Wanne, an dem die Truppe von Coach Willi Koppmann an einem Fußball-Tennis-Turnier teilnahm. Dort wurde heiß diskutiert, aber alle waren sich am Ende einig, dass die abgelaufene Spielzeit ein Erfolg war. Und Biermann setzt noch einen oben drauf: "Man wird in den nächsten Jahren noch viel Positives vom DSC hören und sehen."

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