Er kam zwar im letzten Match „nur“ als Einwechsler zum Einsatz, trotzdem war die Rückrunde für Oberhausens Timo Uster sicher mehr als er erwartet hatte.

RWO: Uster: „Keine Familie als Marketing-Gag“

Berlin statt Mallorca

cb
06. Juni 2008, 09:59 Uhr

Er kam zwar im letzten Match „nur“ als Einwechsler zum Einsatz, trotzdem war die Rückrunde für Oberhausens Timo Uster sicher mehr als er erwartet hatte.

Denn im Winter gab es nach mehreren Verletzungen den Gedanken, die Karriere an den Nagel zu hängen. Jetzt wird der Routinier bleiben, zudem ins Marketing des Vereins eingebunden sein. Und das als Zweitliga-Profi. Eine Wende, die Uster auch mit der Feier nach dem Berlin-Triumph zelebrierte. Ich habe nach dem Erfolg knapp
drei Stunden geschlafen. Um fünf Uhr war ich zu Hause und dann
muss man erst einmal runterkommen. Denn es war der erste Moment, wo man realisieren konnte, was wir geleistet haben. So
langsam begreife ich das.“

Wobei im Gegensatz zu Kaya die neue Klasse schon im Kopf des ehemaligen Darmstädters ist: „Ich habe geschaut, wer unsere Gegner sein werden. Aber ganz ehrlich, jetzt brauche ich Urlaub. Denn die letzten Wochen haben körperlich und geistig viel Kraft gekostet.“ Allerdings wird Uster nicht auf Mallorca die Sau raus lassen, denn der Abwehrrecke hat andere Pläne: „Ich fahre zu meiner Mutter nach Berlin, die habe ich ein halbes Jahr nicht gesehen. Und ich habe nur jetzt die Möglichkeit, sie für einige Tage zu treffen.“

Und bevor sich Uster verabschiedete, nannte er noch die Gründe,
die aus seiner Sicht zum Durchmarsch geführt haben: „Ich habe
ein Interview gesehen, da wurde das von Mike Terranova sehr gut beschrieben. Wir sind eine Familie und das nicht als Marketing-Gag, den wir zu Beginn der Spielzeit geplant haben. Es ist einfach so, da steht jeder für jeden ein. Zwar gibt es mal Meinungsverschiedenheiten. Aber wenn es hart auf hart kommt, hat man immer gesehen, wir sind füreinander da.“

Autor: cb

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