Endlich ist es vorbei. Die wohl schwärzeste Saison ist für die DJK TuS Hordel zum Glück beendet. Denn in diesem Jahr stellte der Club alle Negativ-Rekorde, die man sich

Hordel: Schönagel nimmt kein Blatt vor den Mund

"Einfach eine Klasse zu hoch"

05. Juni 2008, 22:50 Uhr

Endlich ist es vorbei. Die wohl schwärzeste Saison ist für die DJK TuS Hordel zum Glück beendet. Denn in diesem Jahr stellte der Club alle Negativ-Rekorde, die man sich "ergattern" kann, auf. Als einziges Team holten die Bochumer nicht ein Pünktchen zu Hause.

Mit 108 Gegentreffern ist die Abwehr eigentlich gar nicht vorhanden gewesen und magere 29 erzielte Tore sprechen für eine harmlose Abteilung Attacke. So ist es nicht verwunderlich, dass sich der einstige Oberligist desaströs in die Siebtklassigkeit verabschiedet. Im RS-Gespräch ließ Co-Trainer Norbert Schönagel die grausame Serie noch einmal Revue passieren.

Herr Schönagel, wie gehen Sie damit um, als schlechtester Absteiger der Verbandsliga-Geschichte gehandelt zu werden?

Das ist schwer. Aber wir sind ja auch mit wenig Hoffnung in die Saison gestartet.

Warum?

Nur der Umstand, dass sich die SG Wattenscheid II noch kurzfristig abgemeldet hat, war positiv. Denn durch diese glückliche Situation haben wir noch eine Mannschaft auf die Beine gestellt. Bis dato war es uns aufgrund der finanziellen Lage nicht möglich, ein Team aufzustellen. Wir mussten das nehmen, was auf dem Markt war.

Also war dieser Verlauf schon vorgezeichnet?
Nein, das nicht. Wir sind ja ganz gut gegen Kornharpen gestartet. Dann kamen aber die Rückschläge. Und wenn man mit so einer jungen Truppe spielt und verliert, sinkt das Selbstvertrauen. Aber wir müssen natürlich auch eingestehen, dass es für den ein oder anderen Akteur einfach eine Klasse zu hoch war.
Wo lagen die Probleme?

Mit so vielen jungen Leuten braucht man einfach zu lange, mal ein Tor zu erzielen. Uns fehlte die Erfahrung. Außerdem haben wir sehr schnell den Kopf hängen gelassen.

108 Gegentore sind fast schon skandalös, oder nicht?

Nein. Die zahlreichen Einschläge mache ich nicht an der Abwehr aus, sondern das gesamte Team hat nicht erkannt, von hinten heraus zu spielen. Wir haben viele, gute Talente, aber die müssen noch viel lernen.

Wie gehen Sie in die neue Saison?

In der Landesliga werden wir eine gute Rolle spielen, denn unsere Youngster wissen nun, was sie erwartet.

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