Die Weltmeisterschaft 2006 war für die polnische Nationalmannschaft bereits nach drei Partien vorbei.

Polen: „Kuba” setzt auf große Geschlossenheit

„Vorfreude ist riesengroß”

md
05. Juni 2008, 22:43 Uhr

Die Weltmeisterschaft 2006 war für die polnische Nationalmannschaft bereits nach drei Partien vorbei.

Bei der EM soll das jetzt ganz anders aussehen, auch wenn Dortmunds Jakub Blaszczykowski betont: “Wir wissen natürlich, dass wir eine richtig schwere Gruppe erwischt haben. Aber wir wollen auf jeden Fall unsere Chance nutzen und nicht wieder nach der Vorrunde nach Hause fahren.”

Damit aus den guten Vorsätzen Realität wird, müssen zumindest
zwei der drei Gruppengegner Österreich, Kroatien und Deutschland ausgeschaltet werden. Gerade die Partie gegen die deutsche Auswahl ist für “Kuba” dabei etwas ganz besonderes:
“Gegen unsere Nachbarn zu spielen, ist für uns immer etwas
Spezielles, ganz besonders bei einem großen Turnier.” Den Stellenwert der EM-Endrunde schätzt er deshalb sogar noch etwas höher ein als den einer WM: “Hier gibt es nur hochinteressante Begegnungen.”

Die starke Qualifikation der Mannschaft von Nationalcoach Leo Beenhakker hat dazu geführt, dass die Erwartungshaltung diesmal noch größer ist als vor zwei Jahren. “Die Vorfreude in der Heimat ist riesengroß. Die Fans dort wissen, dass unsere junge Truppe eine Menge Potenzial hat. Entsprechend wollen wir unser Land würdig vertreten”, unterstreicht der 22-Jährige, bevor er verspricht: “Das Match gegen Deutschland am 8. Juni in Klagenfurt wird wieder richtig spannend.”

Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei nicht in überragenden Einzelspielern, sondern eher im starken Kollektiv der Polen. Der frühere Kicker von Wisla Krakau bestätigt diese Einschätzung: “Wir haben keine richtigen Stars. Unsere Stärke ist die mannschaftliche Geschlossenheit.” Zum Titel reicht die wohl eher nicht, und auch “Kuba” hat ein anderes Team im Blick: “Ich
tippe auf Italien.”

Autor: md

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