Seit 1964 hat Spanien auf der internationalen Bühne nichts mehr geholt. Für die heißblütigen Katalanen ist die titellose Zeit eine ganz bittere Erfahrung. Denn obwohl die Nationalmannschaft mit Weltstars bestückt ist, haben sie keine Chance.

Spanien: Lopez Torres fiebert mit "Kampfschwein" Puyol

"Gegen Deutschland im Finale"

05. Juni 2008, 16:58 Uhr

Seit 1964 hat Spanien auf der internationalen Bühne nichts mehr geholt. Für die heißblütigen Katalanen ist die titellose Zeit eine ganz bittere Erfahrung. Denn obwohl die Nationalmannschaft mit Weltstars bestückt ist, haben sie keine Chance.

"Wir haben auch in diesem Jahr wieder eine sehr starke Truppe", weiß Miguel Lopez Torres. Der 25-Jährige spielte zuletzt für TuRU Düsseldorf und glaubt trotz seiner spanischen Wurzeln in Malaga kaum daran, dass sich an der schwarzen Serie etwas ändern wird. "Wir haben in der Quali mal wieder überzeugt und starten als Geheimfavorit. Aber am Ende wird wie immer das Quäntchen Glück fehlen und wir fliegen frühzeitig raus."

Doch für die Endrunde in Österreich und der Schweiz hat der ehemalige Wuppertaler noch eine ganz kleine Hoffnung, dass nach Jahren der Tristesse im beliebten Urlaubsland mal wieder gefeiert werden darf. "Unser Stürmer Fernando Torres hat eine bombastische Saison in Liverpool gespielt. Von ihm wird viel abhängen", drückt der Remscheider seinem Namensvetter die Daumen. Über die Defensive macht er sich indes keine Gedanken. "Wir haben mit Iker Casillas einen der besten Keeper und zusammen mit unserem Kampfschwein Carles Puyol wird er das schon machen."

Das Turnier wird Lopez Torres vom Mittelmeer aus verfolgen. Seine Prognose: "Die Gruppenphase werden wir auf jeden Fall überstehen und kommen bis ins Halbfinale. Danach ist dann alles möglich." Ein Match gegen Deutschland wäre für ihn das Größte. "Die Deutschen sind genau das Gegenteil von uns. Wir überzeugen im Vorfeld und fliegen dann schnell raus. Die Jungs von Jogi Löw sind bei der EM voll auf der Höhe und marschieren. Dennoch würde mich ein direkter Vergleich freuen – aber erst im Finale."

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