Dass Fußball als schnelllebiges Geschäft gilt, ist nicht mehr als eine Plattitüde. Für Verantwortliche und Spieler des Bezirksligisten füllte sich die hohle Phrase in der abgelaufenen Rückserie jedoch prall mit bitteren Erfahrungen. Noch in der Hinrunden überraschte die Truppe von Spieler-Trainer Kai Berges als eine der positiven Erscheinungen der Liga, doch nach der Winterpause folgte der vollständige Einbruch, der beinahe mit dem Abstieg geendet hätte.

BL 4: BW Mintard pustet nach "Katastrophen"-Rückrunde durch

"Utopisch, dass das unser Anspruch ist"

Aaron Knopp
02. Juni 2008, 18:35 Uhr

Dass Fußball als schnelllebiges Geschäft gilt, ist nicht mehr als eine Plattitüde. Für Verantwortliche und Spieler des Bezirksligisten füllte sich die hohle Phrase in der abgelaufenen Rückserie jedoch prall mit bitteren Erfahrungen. Noch in der Hinrunden überraschte die Truppe von Spieler-Trainer Kai Berges als eine der positiven Erscheinungen der Liga, doch nach der Winterpause folgte der vollständige Einbruch, der beinahe mit dem Abstieg geendet hätte.

Als nach dem 1:1 beim SC Werden-Heidhausen der Ligaerhalt endlich unter Dach und Fach gebracht wurde, war die Erleichterung bei den Ruhrauen-Kickern daher riesig. Schließlich war die Rettung gleichbedeutend mit dem Ende einer langen Durststrecke, die sich zur lange nicht für möglich gehaltenen Zitterpartie ausweitete.

Am 17. Spieltag noch auf Rang fünf, stürzte die Berges-Truppe anschließend schier ins Bodenlose. Nach der Winterpause sprang gerade mal ein (!) Sieg heraus - 2:0 gegen Schlusslicht FSV Kettwig. Berges übt sich im Angesicht der Negativ-Serie gar nicht erst in Schönfärberei: "Wir haben zwar eine wirklich sehr gute Hinrunde gespielt, aber die Rückrunde war einfach katastrophal!" Allerdings liegen die Gründe für den kickenden Coach auf der Hand. "Wir hatten unheimliches Verletzungspech. Jens Erbslöh, Moritz Schröer, Andreas Walker, Stefan Seeger, das sind alles wichtige Stützen der Mannschaft und haben in der Rückrunde gar nicht oder nur ganz wenig gespielt. Wenn mehrere dieser Leute ausfallen, können wir das eben nur schwer kompensieren."

Seine eigene Arbeit stellte der Trainer daher auch nie grundsätzlich infrage: "Sicher, man macht sich immer seine Gedanken, vor allem wenn dann auch noch einige Leute ihre Form nicht finden. Aber es wäre ja utopisch zu behaupten, dass der Tabellenplatz der Hinrunde unser Anspruch ist. Mintard ist eben kein Verein, der um den Aufstieg mitspielt."

Um dennoch etwas mehr Substanz in die Mannschaft zu bekommen, hat sich der Coach bereits auf die Suche nach Verstärkungen für die kommende Spielzeit gemacht. Bisher stehen bereits Said Kousri und Thomas Bess von Rot-Weiß Mülheim, die zuletzt vereinslosen Abdul Haimami und Christian Dumovic, sowie der A-Jugendliche Dennis Fischer vom SC Werden-Heidhausen als Zugänge fest.

Autor: Aaron Knopp

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