Es war wie im Drehbuch, eine perfekte Geschichte. Am letzten Spieltag stehen sich die beiden Top-Klubs der Liga gegenüber und beide können noch aufsteigen. Das garantiert Spannung. In diesem Fall hatte der TV Jahn Hiesfeld vor 1250 Zuschauern durch einen 4:1-Erfolg gegen Wesel-Lackhausen das Happy End für sich reserviert und kehrt somit nach einem Jahr Unterbrechung in die Landesliga zurück.

BL 9 NR: 1250 Zuschauer! Jahn Hiesfeld zurück in der Landesliga

Schornsteinfeger bringen Glück

Heiko Gaeb
02. Juni 2008, 15:24 Uhr

Es war wie im Drehbuch, eine perfekte Geschichte. Am letzten Spieltag stehen sich die beiden Top-Klubs der Liga gegenüber und beide können noch aufsteigen. Das garantiert Spannung. In diesem Fall hatte der TV Jahn Hiesfeld vor 1250 Zuschauern durch einen 4:1-Erfolg gegen Wesel-Lackhausen das Happy End für sich reserviert und kehrt somit nach einem Jahr Unterbrechung in die Landesliga zurück.

Aber auch die Rahmenbedingungen waren für die Bezirksliga in der Tat atemberaubend. [imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/007/575-7874_preview.jpeg Hatte einen tollen Abschied und wurde mit Blumen verabschiedet: Der scheidende Hiesfeld-Trainer Frank Saborowski. Rechts: Fußball-Obmann Klaus Kohaupt.[/imgbox]Insgesamt 1250 Zuschauer fanden sich bei Sonnenschein auf der Platzanlage der "Veilchen" ein und das, obwohl diese Begegnung nicht das einzige Entscheidungsspiel in der Stadt war. Eine Kulisse, auf die sicher einige Vereine aus höheren Amateurklassen neidisch drauf schauen. Sogar ein Schornsteinfeger wurde vom TV Jahn Hiesfeld als Glücksbringer gestellt.

"Dafür hatten wir extra zwei Bierwagen geordert, damit niemand verdurstet", berichtet Horst Brand, stellvertretender Geschäftsführer der Hiesfelder, der aber selbst über den so großen Zuschauer-Andrang positiv überrascht war. Unter den zahlreichen Zuschauern waren natürlich auch viele Lackhausener. Aus sicherer Quelle weiß der 50-Jährige: "Es waren auch einige Anhänger der Weseler Zebras vor Ort, die uns die Daumen gedrückt haben." Trotz der großen Anzahl an Zuschauern, der Schnitt liegt sonst bei 250, blieb alles friedlich. "Sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen lief alles sehr fair ab", freut sich Fußball-Obmann Klaus Kohaupt und fügt kritisch an: "Alle Trainer, die immer gesagt haben, dass Lackhausen das bessere Team ist, haben wir nun eines besseren belehrt. Wir haben verdient gewonnen."

Tränen in den Augen hatte auch der scheidende [infobox-right]Kaderplanungen

Bisher haben die Hiesfelder mit Abwehr-Spieler Rafael Haddad (GSV Moers) einen Zugang fest an der Angel. Im Mittelfeld und Sturm soll jeweils noch ein Mann kommen. Und auch für das Tor wird noch ein Keeper gesucht. Jedoch wohl als Ersatzmann, da der junge Danny Hodak (20 Jahre) seine Sache sehr gut machte und auch im entscheidenden Spiel eine tadellose Leistung zeigte. Des Weiteren hofft man im Verein, dass der ein oder andere Kicker, der jetzt aus der eigenen A-Jugend in den Senioren-Bereich stößt, sich für die Landesliga-Mannschaft empfehlen kann.[/infobox]Jahn Hiesfeld Coach Frank Saborowski, der nun die nächste Herausforderung beim Verbandsligisten Westfalia Rhynern sucht. Vor dem Spiel wurde er mit Blumen verabschiedet und danach mit Sekt übergossen. "Es ist natürlich schade, dass er uns verlässt", gibt Kohaupt preis, "aber wir haben ja auch schon einen Nachfolger gefunden." Dabei handelt es sich um Stefan Janßen, der zuletzt den Oberligisten VfB Speldorf trainierte, und ansonsten noch keine weitere Erfahrung als Mann an der Linie vorzuweisen hat. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger somit noch keine stadtbekannte Trainerpersönlichkeit, aber das soll sich schnellstmöglich ändern. "Er ist ein junger Coach. Wir sind uns aber nach kurzen Gesprächen bereits einig geworden. Das war zu einer Zeit als der Aufstieg noch nicht feststand. Dass wir ihm jetzt ein Landesliga-Team präsentieren können, freut mich. Mich beeindruckt sein Ehrgeiz. Mit dem Ziel lediglich die Klasse zu halten tritt er hier nicht an", freut sich Kohaupt auf kommende Aufgaben, "jetzt müssen wir einen schlagkräftigen Kader zusammenstellen."

Autor: Heiko Gaeb

Mehr zum Thema

Kommentieren