Wenn die HSG Düsseldorf und TUSEM Essen am heutigen Sonntag (17 Uhr) im Relegations-Rückspiel um die Bundesliga kämpfen, wird der Rahmen schon erstklassig sein. Das Burg-Wächter Castello ist seit Tagen mit 3.205 Zuschauern restlos ausverkauft. Erstmals in der HSG-Geschichte wird die Tageskasse geschlossen bleiben.

HSG/Tusem: Zwischen Hoffnung und Sicherheit

Flatten: „Bundesliga-Tür ist noch einen Spalt offen“

gri
01. Juni 2008, 13:20 Uhr

Wenn die HSG Düsseldorf und TUSEM Essen am heutigen Sonntag (17 Uhr) im Relegations-Rückspiel um die Bundesliga kämpfen, wird der Rahmen schon erstklassig sein. Das Burg-Wächter Castello ist seit Tagen mit 3.205 Zuschauern restlos ausverkauft. Erstmals in der HSG-Geschichte wird die Tageskasse geschlossen bleiben.

„Wir haben gesehen, dass Düsseldorf vom Handball-Virus gepackt wurde“, betont Manager Frank Flatten, der in der Kulisse auch eine Verpflichtung sieht: „Die Mannschaft muss am Sonntag noch einmal zeigen, was diesen Sport ausmacht.“

Angesichts des deutlichen 31:20-Hinspielerfolgs für die Essener dürfte es allerdings kaum um mehr als einen versöhnlichen Saisonabschluss gehen. „Wir dürfen uns nicht zu sicher sein, man hat schon so viel erlebt“, warnt TUSEM-Routinier Andrej Siniak zwar. Aber Geschäftsführer Horst-Gerhard Edelmeier fügt ehrlich an: „Das müsste es doch eigentlich gewesen sein.“

Offiziell sehen es auch die Düsseldorfer so, HSG-Coach Georgi Sviridenko gratulierte dem Kontrahenten bereits unmittelbar nach der Klatsche zum Klassenerhalt. „Sicherlich ist das Ergebnis zu hoch ausgefallen, um noch eine Chance zu haben, doch die Bundesliga-Tür ist noch einen Spalt offen“, bemerkt Flatten. Sein Zusatz: „Aber dazu müsste ein Wunder geschehen.“ Hoffnung macht die Rückkehr von Spielmacher Jens Sieberger. Der ist nach einer Leistenzerrung noch nicht hundertprozentig fit, dürfte aber zumindest phasenweise für wichtige Impulse sorgen.

Und auch die Tatsache, dass man daheim die Erstligisten Füchse Berlin und Nettelstedt-Lübbecke aus dem DHB-Pokal warf, macht Mut. Ebenso wie die Rückschau in die jüngere Vergangenheit der Relegations-Partien, in der scheinbar deutliche Ergebnisse in Last minute-Krimis mündeten.

„Wir haben erst eine Halbzeit hinter uns“, mahnt Essens Sportlicher Leiter Stephan Krebietke deshalb. Im Hinterkopf dürfte er haben, dass man im Anschluss ausgelassen feiern will, auch was den Abschied der scheidenden Mark Schmetz (TBV Lemgo), David Katzirz (Ungarn), Torsten Friedrich (ASV Hamm) und Mark Dragunski angeht.

Zwar verzeichnen die Düsseldorfer mit Maik Makowka (DHK Flensborg) und Markus Neukirchen (beruflich nach Frankfurt) ebenfalls zwei Abgänger, auf die anschließende Party werden sie aber wohl verzichten müssen. Immerhin verspricht Flatten: „Wir wollen mit unseren Freunden, die uns ein ausverkauftes Haus bescheren, die Saison in netter Atmosphäre abschließen.“ Unabhängig vom Ausgang des Duells.

Autor: gri

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