Abschalten ist für Horst Steffen noch kein Thema. Zurzeit betreut der Fußball-Lehrer die MSV-A-Jugend, parallel dazu arbeitet er die letztlich erfolgreiche Saison mit der Duisburger U23 auf, um den

MSV II: Horst Steffen geht mit Portion Wehmut

"Die Leistung ist nicht hoch genug zu bewerten"

tt
31. Mai 2008, 08:34 Uhr

Abschalten ist für Horst Steffen noch kein Thema. Zurzeit betreut der Fußball-Lehrer die MSV-A-Jugend, parallel dazu arbeitet er die letztlich erfolgreiche Saison mit der Duisburger U23 auf, um den "Stab" zur Vorbereitung auf die neue Serie an Manfred Stefes zu übergeben. Im Gespräch mit RevierSport blickt Steffen auf ein turbulentes Jahr zurück.

Horst Steffen, der Schluss-Spurt Ihrer Mannschaft war beeindruckend, sieben der letzten neun Partien wurden gewonnen. Was gab den Ausschlag?

Wir sind in der Rückrunde die drittbeste Mannschaft, haben also einen Spitzenplatz eingenommen. Das war letztlich die Bestätigung für das, was ich auch in der Hinserie, als es noch nicht so nach Wunsch lief, gesagt habe. Einige werden wahrscheinlich gedacht haben: Der Steffen hat einen Vogel. Aber ich habe immer an die Jungs geglaubt. Dass wir zum Schluss so viel gepunktet haben, war genau der Lauf, der auch nötig gewesen ist, um die Quali zu schaffen.
Mit Platz fünf in Ihrem ersten Jahr und Rang sieben in der gerade beendeten Saison wurden die Erwartungen erfüllt, oder?
Absolut. Zwar konnten wir die Platzierung nicht ganz bestätigen, aber die Liga hatte auch viel Qualität zu bieten. Insgesamt hat sich mein Team weiterentwickelt, auch darauf kommt es an. Und am Ende haben sogar nur sechs Zähler gefehlt, um in die Regionalliga aufzusteigen.

Ihre jungen Spieler dürfte eigentlich nichts mehr schocken, nachdem sie durch ein wahres Wellental gingen. Erst fast weg, dann doch wieder drin.
Was die Jungs mit 20, 21 Jahren geleistet haben, ist gar nicht hoch genug zu bewerten. Viel mehr kann eigentlich nicht mehr kommen. Diese Erkenntnis, es geschafft zu haben, sollen sie in ihr weiteres Fußballer-Leben mitnehmen. Sie wissen alle: Ich kann aus einer aussichtslosen Lage etwas erreichen.

Sie betreuen in der kommenden Spielzeit die A-Jugend-Truppe. Fällt der Abschied von der Reserve schwer?
Ja. Es ist Wehmut dabei, die Spieler sind mir alle ans Herz gewachsen. Ich habe das Gefühl: Es sind meine Jungs. Da ist schon eine große Verbindung da. In den zwei Jahren, die wir zusammengearbeitet haben, hat sich etwas entwickelt. Jetzt kommt auf mich eine neue Aufgabe zu, es ist meine erste Jugend-Mannschaft. Da muss ich mich reinfühlen.

Welche Spieler verlassen den MSV?
Serdar Demirel, Andy Altenbeck und Christopher Seiffert, der für Schermbeck spielen wird, gehen. Dennis Geiger hätte wir gerne behalten, aber das Angebot reichte ihm nicht. Das muss man akzeptieren. Tufan Tosunoglu wird Profi bei uns, ob Carsten Wolters als Spieler weitermacht, ist fraglich. Bei Georges Ndoum und Sven Jürgens ist die Zukunft noch nicht klar.

Autor: tt

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