Der WDR war da und filmte. Im Beitrag für die „Aktuelle Stunde“ ging es um Hooligans in den unteren Amateurklassen – und nicht um die Krise beim VfB Speldorf. Das 0:3 (0:0) gegen TuRU Düsseldorf war die vierte Niederlage in Folge. Am Blötter Weg beginnen bittere Zeiten.[i]Die Analyse.[/i]

Oberliga Nordrhein: Der Absturz des VfB Speldorf

Wütend waren nur die Fans

aer
23. Oktober 2006, 14:04 Uhr

Die Aufstellungen:

VfB: Nijhuis – Synowiec, Janßen (54. Rommel), Flöth – Mansfeld, Egler, Ulrich (46. Daftari) – Schirru (60. Jablonski), Ferreira, Schmugge – Benedyk.
Trainer: Lussu

TuRU: Agen (72. Ritz) – Greve (87. Seiter), Willems, Skrobisch, Müller – Nesimi, Weiß, Elidrissi, Ysewyn, Kizilarslan – Aydin (90.+4 Samari).
Trainer: Benatelli

Tore: 0:1 Aydin (51.), 0:2 Greve (55.), 0:3 Aydin (62.)

Gelb-Rote Karte: Nesimi (TuRU, 68.)

Zuschauer: 750

Schiedsrichter: Achim Möller (Bonn)

Stimmen nach dem Spiel
Klaus Wörsdörfer (1. Vorsitzender VfB Speldorf): „Unsere Mannschaft hat ganz beschissen gespielt. Wir werden nichts schönreden, müssen bei der Ausgeglichenheit der Liga – das haben die Ergebnisse gezeigt – nun aufpassen.“

Piero Lussu (Trainer VfB Speldorf): „Es fällt mir sehr schwer, etwas zum Spiel zu sagen. Wir haben uns eine ganze Menge vorgenommen, nachdem wir in den vergangenen vier Wochen keinen Grund zum Jubeln hatten, obwohl unsere Leistung vor einer Woche im Spiel beim MSV Duisburg II stimmte. Die Überlegung war, dass TuRU im Pokalspiel gegen den Wuppertaler SV unter der Woche alles abrufen musste und es etwas leichter ging für uns. Wir waren auch optisch überlegen und hatten Chancen, aber der Biss und die Entschlossenheit fehlen. Wir schaffen es nicht, Kapital zu schlagen. In der zweiten Halbzeit war die Leistung beschämend. Wir haben unseren guten Start nun verloren, müssen nach unten schauen, obwohl wir das unbedingt vermeiden wollten. Auf der Mannschaft herumzutrampeln, wäre nun verkehrt. Gegen Köln müssen wir in einer Woche eine Reaktion zeigen – der Trainer, das Umfeld, der Vorstand und die Zuschauer. Die Saison ist lang, sie ist kein Sprint, sondern ein Marathon, jede Mannschaft muss Täler durchlaufen. Es wäre leicht draufzuhauen, aber ich stelle mich vor die Mannschaft, ich weiß, was sie kann.“

Frank Benatelli (Trainer TuRU Düsseldorf): „Nach dem schweren Pokalspiel am Mittwoch hatten wir Probleme. Speldorf war zunächst optisch überlegen. Aber wir konnten uns mehr und mehr befreien – und der Doppelschlag nach der Pause hat Speldorf tief getroffen. Nach dem 3:0 war die Gelb-Rote Karte für Nesimi bitter. Mit Elf gegen Elf hätten wir unsere Leistung runterspulen können, so mussten wir uns zurückziehen – was wir aber ganz gut gelöst haben. Jetzt stehen wir auf einem für TuRU sensationellen siebten Platz.“

Autor: aer

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