Die Tür ist auf, jetzt müssen die Rot-Weissen „nur noch“ durchgehen: Gewinnt RWE am Samstag sein Heimspiel gegen Lübeck, ist die so unwahrscheinliche Qualifikation für die neue 3. Liga doch noch gelungen. Ziel: Noch einmal alles geben und hinterher glücklich sein!

Seit wir zwei uns gefunden: Der RWE-Fanblog

"Bis hierher nach Dubai will ich es hören"

29. Mai 2008, 14:00 Uhr

Die Tür ist auf, jetzt müssen die Rot-Weissen „nur noch“ durchgehen: Gewinnt RWE am Samstag sein Heimspiel gegen Lübeck, ist die so unwahrscheinliche Qualifikation für die neue 3. Liga doch noch gelungen. Ziel: Noch einmal alles geben und hinterher glücklich sein!

Die Ausgangslage, die sich die Spieler mit Trainer Kulm (Glückwunsch zur verdienten Vertragsverlängerung!) erarbeitet haben, ist zwar fantastisch, aber auch gefährlich. Ein Sieg nur und man ist in Liga drei dabei. Gewinnt man aber nicht, wäre das eine Riesenkatastrophe. Kulm macht das ganz richtig, er wehrt sich gegen die schon jetzt bei manchen einsetzende Euphorie und mahnt noch einmal zur vollen Konzentration. Das jetzt noch zu verschenken, nein, das darf nicht sein!
[infobox-right]Erst fern von seiner Essener Heimat entdeckt Hendrik Gerstung die Leidenschaft für den Klub aus seiner Geburtsstadt. Denn wer wissen will, was „Fan sein“ wirklich bedeutet, der landet irgendwann an der Hafenstraße: Nirgends sonst erlebt man die Gefühlsverbindung Verehrung und Verzweiflung so intensiv – „Oh RWE“. Im RWE-Fanblog gibt Hendrik den rot-weissen Anhängern nun eine Stimme.[/infobox]
Ich saß während eines Wüstenausflugs irgendwo im Nirgendwo und sah nur Sand und dachte trotzdem die ganze Zeit ans Magdeburg-Spiel, bis mir RWE-Freund Andreas die erlösende „1:0 gewonnen!“-SMS schickte.

Mein erstes Gefühl: Das kann, das darf nicht mehr schiefgehen. Ich glaube daran, ich glaube an RWE in Liga drei und habe gleich am letzten Sonntag meinen Mitgliedsantrag abgeschickt. Vor dem letzten entscheidenden Spiel braucht der Verein nun die Unterstützung der Fans: Noch mehr natürlich von denen vor Ort, von denen, die im Georg Melches-Stadion zwei Stunden lang lautstark anfeuern und die Spieler nach vorne singen, zum vierten Heimsieg in Folge, der so viel mehr bedeutet als nur drei Punkte.

Aber: Man hat schon Pferde vor Apotheken kotzen sehen. Und nicht selten hatten diese Pferde einen RWE-Schal umhängen. Oft genug hat es Rot-Weiss schon kurz vor Schluss noch verbockt, erinnert sei nur an das Burghausener Gegentor in der Nachspielzeit der letzten Saison. Als RWE-Fan darf man sich nie sicher sein. Verhalten optimistisch, ja, sicher aber: nein! Und auch wenn oder gerade weil die Wettanbieter uns als Favoriten sehen und viele schon am liebsten jetzt feiern wollen, ist meine Gefühlslage eine Mischung aus freudigem Optimismus und ängstlichem Bangen. Wenn man an was Schlimmes denkt, passiert es auch. Also denke ich viel lieber an die mögliche rot-weisse Feier, wenn man vor heimischer tobender Kulisse den Klassenerhalt am letzten Spieltag perfekt macht.

Wir brauchen positive Gedanken und Vorstellungen in unserem Kopf, keine Pfiffe nach wenigen Minuten. Stellt euch also vor: 88. Minute, RWE führt mit einem gesunden 2:0 gegen Lübecker, die spürbar keine Lust mehr haben. Alle Fans stehen, schwenken Fahnen, singen abwechselnd „Der RWE ist wieder da“ oder „Adiole“, Gänsehaut pur, Hafenstraßenparty mit purer Erleichterung, sich glücklich in den Armen liegen, dann der Schlusspfiff, Riesenjubel, die Welle mit den Spielern… Diese Vorstellung wollen wir real werden lassen nach dem Lübeck-Spiel!

Denkt positiv, dann klappt es auch: gemeinsam mit den Spielern 90 Minuten mit Leidenschaft diese Party vorbereiten! Bis hierher nach Dubai will ich es hören, wenn am Samstag um 15.18 Uhr mitteleuropäischer Zeit die ganze Hafenstraße „3. Liga, Essen ist dabei“ singt!

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