Zwei Aussetzer innerhalb der ersten acht Minuten brachten Werder Bremen im Champions-League-Gastspiel bei Panathinaikos Athen um die Zähler. Am Ende unterlag das Schaaf-Team in der griechischen Hauptstadt mit 1:2 (1:2).

Abwehrpatzer kosten Werder Punkte

27. September 2005, 22:43 Uhr

Zwei Aussetzer innerhalb der ersten acht Minuten brachten Werder Bremen im Champions-League-Gastspiel bei Panathinaikos Athen um die Zähler. Am Ende unterlag das Schaaf-Team in der griechischen Hauptstadt mit 1:2 (1:2).

Ein Katastrophen-Start hat Werder Bremen in der Champions League schon nach zwei Spieltagen in höchste Bedrängnis gebracht. Die Hanseaten verloren beim griechischen Vizemeister Panathinaikos Athen durch einen "Doppelschlag" in den ersten acht Minuten mit 1:2 (1:2) und stehen somit ohne jeden Punktgewinn am Tabellenende. Schon vor zwei Wochen hatte sich die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf dem Gruppenfavoriten FC Barcelona im Weserstadion mit 0:2 geschlagen geben müssen.

Vor 40.000 Zuschauern im Olympiastadion von Athen war die Partie schon nach acht Minuten so gut wie entschieden. Der Argentinier Ezequiel Gonzalez verwandelte in der sechsten Minute einen Foulelfmeter, nur 120 Sekunden später erhöhte Evangelos Mantzios nach einem Fehler von Werder-Kapitän Frank Baumann bereits auf 2:0. Für die Gäste reichte es nur noch zum Anschlusstreffer von Nationalspieler Miroslov Klose in der 41. Minute. In der 86. Minute sah Stürmerstar Ivan Klasnic auch noch die Gelb-Rote Karte und wird im Schlüsselspiel der Gruppe C beim italienischen Vertreter Udinese Calcio am Dienstag, 18. Oktober, fehlen.

Die gravierenden Probleme in der Hintermannschaft zogen sich wie ein roter Faden durch die gesamte Begegnung. Der Bundesliga-Dritte bekam nie Stabilität in seine Deckungsarbeit und hätte speziell nach dem Seitenwechsel noch weitere Gegentreffer einfangen können. "Da sind unerklärliche Fehler passiert," kritisierte Werder-Sportdirektor Klaus Allofs bereits in der Halbzeitpause.

Während es in der Schlussphase der ersten Halbzeit noch so ausgesehen hatte, als könne der viermalige deutsche Meister das Ergebnis möglicherweise noch drehen, verflüchtigte sich dieser Eindruck in den zweiten 45 Minuten. Die bis dahin auch nicht immer sattelfeste Deckungsreihe der Griechen stabilisierte sich immer mehr und liess nur noch wenige erfolgversprechende Angriffsaktionen der Norddeutschen zu. Lediglich Nationalspieler Torsten Frings stand in der 54. Minute dicht vor dem Ausgleichstreffer, als er aus aussichtsreicher Position knapp am rechten Torpfosten vorbeischoss.

In der Schlussphase gingen die Bremer volles Risiko, Werder-Trainer Thomas Schaaf wechselte mit Aaron Hunt und Nelson Valdez zwei zusätzliche Stürmer ein. Zehn Minuten vor dem Ende hatten nacheinander gleich vier Bremer die Ausgleichsmöglichkeit, scheiterten aber.

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