Nach den zurückliegenden englischen Wochen reist Werder Bremen mit schweren Beinen zum Champions-League-Spiel beim griechischen Vertreter Panathinaikos Athen.

Müde Bremer müssen in Athen antreten

27. September 2005, 07:22 Uhr

Nach den zurückliegenden englischen Wochen reist Werder Bremen mit schweren Beinen zum Champions-League-Spiel beim griechischen Vertreter Panathinaikos Athen. "Es wird hart werden", so Bremens Torjäger Ivan Klasnic.

Heute Abend steht für Werder Bremen das erste Auswärtsspiel in der diesjährigen Champions League auf dem Programm. Sorgen bereiten vor dem Gastspiel bei Panathinaikos Athen (20.45 Uhr MESZ/live bei Premiere) vor allem die schweren Beine der Hanseaten. "Wir haben schon recht viele Partien in den Knochen, hoffentlich sind wir frisch genug", orakelte Nationalspieler Torsten Frings vor dem Spiel in der griechischen Hauptstadt. Das dritte Match binnen sieben Tagen wird für den Bundesliga-Dritten auch konditionell eine Nagelprobe.

Es geht schon um sehr viel im Olympiastadion von Athen, denn der Verlierer dieser Begegnung kassiert im zweiten Gruppenspiel bereits die zweite Niederlage und kann sich seine Ambitionen auf den Sieg in der Vorrundengruppe C fast schon abschminken. "Ich denke, dass unsere Mannschaft die Klasse hat und stark genug ist, bei Panathinaikos zu bestehen", meinte Sportdirektor Klaus Allofs schon vor der Ankunft in der griechischen Hauptstadt.

"Es wird hart werden"

Schon der 2:1-Sieg in der Bundesliga gegen Bayer Leverkusen war ein Gewaltakt, der den Norddeutschen wichtige Energien für den Auftritt im Olympiastadion geraubt haben könnte. Torjäger Ivan Klasnic: "Es wird hart werden, aber die Champions League ist immer wieder eine große Herausforderung." Beim Auftaktmatch gegen den spanischen Meister FC Barcelona war sie allerdings zu groß, die 0:2-Heimniederlage war somit als schwere sportliche Hypothek mit im Reisegepäck.

Trainer Thomas Schaaf erwartet ein interessantes Spiel: "Die Griechen haben 0:3 in Udine verloren und müssen etwas tun, gerade vor eigenem Publikum. Das wird uns Möglichkeiten eröffnen", formulierte der Werder-Coach, der im Abwehrzentrum weiter auf den Finnen Petri Pasanen (Muskelfaserriss) verzichten muss. Mannschaftskapitän Frank Baumann, der gegen Leverkusen nicht nur aus taktischen Gründen auf der Reservebank blieb, wird wahrscheinlich wieder ins grün-weiße Team zurückkehren. Schaaf: "Für ihn spricht seine internationale Erfahrung."

Die Gastgeber, die schon zum siebten Mal in der "Königsklasse" mit von der Partie sind, setzen ganz auf den Heimvorteil und auf Mittelfeldregisseur Ezequiel Gonzalez. Der zuweilen jähzornige Argentinier soll die neu formierte Mannschaft gegen die Hanseaten wieder zurück in die Erfolgsspur führen. Die Generalprobe zumindest gelang: Das Lokalderby gegen Panionios Athen wurde mit 3:0 gewonnen, dennoch nimmt das Traditionsteam in Griechenland derzeit nur Rang sechs ein.

Panathinaikos gibt sich selbstbewusst

Für Trainer Alberto Malesani war Panionios allerdings kein echter Prüfstein für das erste Heimspiel in der Champions League: "Bremen wird uns ganz anders fordern. Wir wissen das und werden einen großen Kampf liefern." Selbstbewusst geht auch der Ex-Dortmunder Flavio Conceicao gegen die Grün-Weißen auf den Rasen der olympischen Arena. "Ich habe die Bremer beim 2:7 gegen Lyon im Fernsehen verfolgt. Auswärts sind sie auf jeden Fall zu packen", sagte der brasilianische Star, der nach einer schwächeren Spielzeit wieder auf dem Weg nach oben ist.

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