Oberhausens Schlussmann Christoph Semmler hatte gegen Erfurt einen relativ ruhigen Nachmittag.

RWO: Union Berlin kommt mit dem Überfall-Plan

Semmler bleibt cool: "Ich weiß, was wir vorhaben"

cb
27. Mai 2008, 08:43 Uhr

Oberhausens Schlussmann Christoph Semmler hatte gegen Erfurt einen relativ ruhigen Nachmittag.

Daher konnte er auch ganz in Ruhe die Leistung seines Kollegen begutachten. Das Urteil fiel 20 Minuten nach dem Abpfiff eindeutig aus: "Leider muss ich loben, der war sehr gut. Union Berlin und Düsseldorf können sich bei ihm und bei Blerim Rrustemi, der auf der Linie klären konnte, bedanken, denn sonst wäre das Aufstiegsrennen erledigt. Wir hätten uns einen der schönen Treffer gegen Babelsberg wohl lieber aufgehoben."

So müssen die Kleeblätter aber weiter zittern. In einer Spielzeit, die in allen Fragen bis zum bitteren Ende offen ist. Semmler:"Wir haben heute noch ein kleines Tief, dann gehen wir voll konzentriert in die letzte Woche. Alles für den einen Punkt." Den im letzten Jahr der FC Magdeburg brauchte, am Ende stieg St. Pauli auf. Auch Semmler kennt die Geschichte: "Aber wir wollen das nicht wiederholen. Denn wir sind einfach dran. Und so fahren wir auch nach Berlin." Mit jeder Menge Selbstbewusstsein und dem Wissen, die Berliner haben ihre Punkte zuletzt vor allem in der Fremde geholt.

Statistiken, die der Torwart aber vor dem letzten Gang in dieser Spielzeit nicht hören möchte. "Ich glaube, das zählt jetzt nicht mehr. Da spielen die Nerven eine Rolle, wer hat sich am besten im Griff und bringt seine Linie durch." Wobei die Marschroute der Unioner klar sein dürfte. Ein Sieg mit vier Toren Unterschied muss her, daher kann man von einem Überfall-Plan der Truppe von Coach Uwe Neuhaus ausgehen. Semmler: "Und dann muss auch noch Düsseldorf mitspielen. Aber ganz ehrlich, ich mache mir kaum Gedanken, was Berlin plant. Ich weiß, was wir vorhaben und das reicht."

Autor: cb

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