Die Party fiel eher gesittet aus. Statt in überschäumenden Sektfontänen genoss Guido Tönnes den Klassenerhalt des TuS Neuasseln bei einem ruhigen Bier.

Neuasseln feiert

Mit Vertrauen zum Klassenerhalt

Felix Guth
26. Mai 2008, 16:13 Uhr

Die Party fiel eher gesittet aus. Statt in überschäumenden Sektfontänen genoss Guido Tönnes den Klassenerhalt des TuS Neuasseln bei einem ruhigen Bier.

Ihm war dabei sehr wohl bewusst, was er da erreicht hatte. Der Club manövrierte sich aus einer fast aussichtloser Lage heraus und bleibt weiter A-Ligist. Und dass, obwohl der Club in der Winterpause gerade einmal elf Punkte gesammelt hatte.

An seinen Verein zu denken, machte Tönnes noch vor wenigen Monaten gar nicht froh. Die Euphorie des Aufstiegs war längst verflogen, als das Fußballjahr 2008 abgepfiffen war. Elf Punkte ließen eine schnelle Rückkehr in die B-Liga erwarten.

„In 99 Prozent aller Vereine, wäre ich wohl schon im November beurlaubt worden“, sagt Tönnes rückblickend. Doch der Vorstand vertraute dem Coach, der bereits im siebten Jahr in Neuasseln ist. „Aber wir haben im Umfeld etwas verändert und einige neue Leute geholt.“ Darunter war Angreifer Sammy Gahlem, in den Augen des Trainers die „Lebensversicherung“.

Doch nach der erwarteten Schlappe in Schüren zum Jahresauftakt stabilisierte sich die Mannschaft mehr und mehr. Neuasseln machte Punkt um Punkt gut. Der seit Sonntag als Absteiger feststehende FC Sarajwo Bosna hatte nach dem ersten Saisondritte bereits 18 Punkte Vorsprung auf den TuS. „Das war eine tolle Sache“, kommentiert Tönnes die Aufholjagd, die nun mit dem hart erkämpften 2:1 in Barop erfolgreich beendet wurde.

Der Trainer bleibt dem Club auch in der kommenden Saison erhalten. „Es werden noch einige neue Leute kommen“, sagt er. Veränderung ist auch in der Vereinsleitung gefragt. Der amtierende Vorstand um den ersten Vorsitzenden Mario Sopar kündigte seinen Rücktritt an. Es brauchte zwei Versammlungen, um zumindest Nachfolge-Interessenten zu finden. „Dass der Klassenerhalt jetzt feststeht, wird einiges erleichtern“, glaubt Guido Tönnes.

Autor: Felix Guth

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