Landesliga 4: FC 96 mit deutlichem Sieg im Spitzenspiel

Von meisterlicher Verfassung will dennoch niemand sprechen

Sven Krause
23. Oktober 2006, 11:43 Uhr

Von einer meisterlichen Verfassung wollte keiner beim FC 96 Recklinghausen sprechen. Auch nicht nach dem klaren 4:0-Erfolg, mit dem die Mannschaft von Coach Thomas Kruse den bisherigen Spitzenreiter Teutonia/SuS Walrop im Spitzenderby der Fußball-Landesliga 4 vom Platz an der Sonne holte. [i]Ein Ortstermin.[/i]

Es war ein rassiges Spiel, das sich die gut 300 Zuschauer - damit gab es eine Rekordkulisse, passend zu dieser Partie, im Stadion Hohenhorst - gleich von Beginn an erlebten. Dabei bestimmte zunächst der Spitzenreiter aus Waltrop spielerisch die Partie, während die sehr defensiv aufgestellten Gastgeber mit überzeugender Kampf- und Laufbereitschaft entgegenhielten.

Zum Knackpunkt der Partie sollten letztlich die 420 Sekunden zwischen der 27. und der 34. Minute werden. Dort hatten zunächst die Waltroper durch ihr Sturmduo Nick Beckmann und Tim Lohfink zwei hochkarätige Möglichkeiten. Beide scheiterten allerdings im Sekundentakt am überragenden FC-Keeper Christian Ovelhey. Im direkten Gegenzug sollte es dann aber im Kasten der Teutonia klingeln und zum ersten Mal an diesem Tag sollte Dennis Wille hinter den schönen Grüßen an Keeper Daniel Schultz stehen.[infobox-right]Zahlen & Fakten
FC 96 Recklinghausen - Teutonia/SuS Waltrop 4:0
FC 96 Recklinghausen: Ovelhey - Magga, Marpe, Hass, Ibrahimovic, Kaczor, Lipczak, Böttrich, Winkler (ab 69. Kalender), Wille (ab 82. Przibilka), Wawrzak (ab 11. Such)
Teutonia/SuS Waltrop: Schultz - Brouwer (ab 71. Fischer), Özdemir, Knößl, Greger, Behrens, Breuer, Peveling (ab 71. Keim), Lohfink, Kapica, Beckmann
Schiedsrichter: Gregor Arens (Kirchhellen)
Zuschauer: 300
Tore: 1:0 (29.) Dennis Wille, 2:0 (31.) Andreas Böttrich, 3:0 (34.) Thomas Magga, 4:0 (81.) Wille[/infobox]
Denn der junge FC-Stürmer, der vor der vergangenen Saison aus der A-Jugend von Westfalia Herne zum FC kam, nutzte die tolle Vorarbeit von Andreas Böttrich und markierte im Nachsetzen das 1:0. Nur 120 Sekunden später war es Böttrich selber, der nach Verwirrung in der Waltroper Deckung zum 2:0 traf.

Und wieder nur drei Minuten später spielte Wille diesmal als Eckenschütze den Vorlagengeben für Thomas Magga - 3:0. Nach dieser Phase war die Partie eigentlich gelaufen. Zwar versuchte die Sulzbacher-Elf noch einmal alles, übernahm gegen sehr tief stehende Recklinghäuser das Zepter in Durchgang zwei, doch für wirkliche Torgefahr sollten dann nur die Konter des FC sorgen. Einen davon schloss Dennis Wille eiskalt zum 4:0 ab und krönte damit seine überzeugende Leistung. „Mich freut es vor allem für Dennis, dass bei ihm endlich der Knoten aufgegangen ist. Ansonsten haben wir eine souveräne Leistung abgeliefert und verdient gewonnen”, resümierte ein zufriedener FC-Coach Thomas Kruse (Foto).

Dagegen hatte sein Pendant Heiko Sulzbacher gleich mehrere Punkte ausgemacht, die noch der Klärung bedürfen. „Wir haben verdient verloren, obwohl wir die ersten 20 Minuten bestimmt haben und vor dem 0:1 in Führung gehen müssen. Doch wir machen das Tor nicht und sehen bei den FC-Treffern teilweise ziemlich alt aus. Da werden wir noch drüber reden müssen, vor allem über die verlorenen Zweikämpfe im Mittelfeld.”

Autor: Sven Krause

Mehr zum Thema

Rubriken

Kommentieren