Werder Bremen darf von der Champions League träumen. Die Norddeutschen unterlagen im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde auswärts dem FC Basel 1:2 (0:1). Das Tor für Werder erzielte Nationalspieler Miroslav Klose.

Werder darf von Champions-League-Teilnahme träumen

10. August 2005, 22:42 Uhr

Werder Bremen darf von der Champions League träumen. Die Norddeutschen unterlagen im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde auswärts dem FC Basel 1:2 (0:1). Das Tor für Werder erzielte Nationalspieler Miroslav Klose.

Nur dank einer Einzelaktion von Torjäger Miroslav Klose darf Werder Bremen noch auf das Erreichen der lukrativen Champions League hoffen. Der Nationalspieler verschaffte dem Bundesliga-Tabellenführer mit seinem Anschlusstreffer in der 73. Minute bei der schmeichelhaften 1:2 (0:1)-Niederlage im Drittrunden-Hinspiel beim Schweizer Meister FC Basel noch eine halbwegs passable Ausgangsposition für das Rückspiel in zwei Wochen.

Basel startet stark

Doch mehr als eine Stunde lang hatte es nach einem Debakel für die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf ausgesehen. Die Platzherren beherrschten bis weit in die zweite Halbzeit hinein fast durchweg Ball und Gegner und führten durch Tore von David Degen aus der 28. sowie Julio Rossi in der 52. Minute völlig verdient mit 2:0. Mehrfach verpassste das Team von Coach Christian Gross in dieser Phase einen dritten oder vierten Treffer, der für die Hanseaten wohl das vorzeitige Aus bedeutet hätte. Nun gehen die Hanseaten mit realistischen Chancen in das Rückspiel am 24. August im Weserstadion.

Vor 28.101 Zuschauern im fast ausverkauften St.-Jakob-Park fand der Bundesliga-Spitzenreiter lange Zeit überhaupt nicht ins Spiel. Die Abwehr war anfällig, das Mittelfeld überlastet und die beiden Sturmspitzen konnten sich nie entscheidend durchsetzen. "Zu dieser Zeit war ich enttäuscht und sauer über unsere Mannschaft, weil sie es besser kann. Da hat sie alles vermissen lassen, was Fußball ausmacht", kritisierte Werder-Sportdirektor Klaus Allofs. Auch Ottmar Hitzfeld, früherer Coach von Bayern München, kritisierte die Bremer Spielweise: "Da war viel zu wenig Leben drin, die Baseler haben es vorgemacht, wie man in eine solche Partie zu gehen hat."

Baumann fehlt Bremen

Deutlicher als erwartet schlug bei den Bremern das Fehlen des am Oberschenkel verletzten Mannschaftskapitäns Frank Baumann zu Buche. Auf den Außenbahnen fielen Ümit Davala sowie die belgische Neuerwerbung Jelle van Damme insbesondere vor dem Seitenwechsel von einer Verlegenheit in die andere und wurden zu Recht ausgewechselt, nachdem sie jeweils auch noch eine Gelbe Karte kassiert hatten. Erst nach dem Anschlusstreffer, der wie aus heiterem Himmel fiel, agierten die Norddeutschen zielstrebiger und gestatteten den Eidgenossen nur noch wenige erfolgversprechende Attacken. Zudem machte sich in der Schlussphase das hohe Anfangstempo des FC Basel beim elfmaligen Schweizer Titelträger dann doch bemerkbar.

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