180 Zuschauer waren am Sonntagnachmittag ins Stadion am Papenloh im Hammer Ortsteil gekommen, um das Spitzenspiel der Bezirksliga 9 zu sehen.

Bezirksliga 9 Westfalen: Westfalia Rhynern II nach Sieg gegen SuS Scheidingen weiter Spitzenreiter

"Man muss auch mal überraschen"

22. Oktober 2006, 20:56 Uhr

180 Zuschauer waren am Sonntagnachmittag ins Stadion am Papenloh im Hammer Ortsteil gekommen, um das Spitzenspiel der Bezirksliga 9 zu sehen. "Das ist nicht schlecht für eine zweite Mannschaft", freute sich Westfalia-Trainer Alf Dambrowsky über den ordentlichen Zuschauerzuspruch. Am Ende konnte sich nicht nur der Rhyner Kassierer freuen, sondern auch Dambrowsky, der mit seiner Elf nach dem 1:0-Sieg alleiniger Spitzenreiter bleibt.[i]Ein Ortstermin[/i]

Eine ungewöhnliche Maßnahme von Westfalia-Trainer Alf Dambrowsky war am Ende ausschlaggebend für den knappen Erfolg: Stürmer Sascha Eckert wurde nicht wie gewohnt im Angriff, sondern als Innenverteidiger aufgeboten. Das Konzept ging auf, der Gegner aus Scheidingen hatte zu wenig Durschlagskraft in der Offensive und somit reichte ein Tor den Hammern zum Sieg.

"Man muss auch mal was Überraschendes machen. Und damit meine ich nicht nur für den Gegner überraschend, sondern auch für die eigene Mannschaft. Die haben mich ganz schön komisch angeschaut, als ich ihnen erzählt habe, dass der Sascha heute Manndecker spielt."

Doch dieser durchaus riskante Schachzug von Alf Dambrowski war letztlich der Schlüssel zum Erfolg, denn der hochgehandelte Scheidinger Sturm konnte sich überhaupt nicht entfalten. Umuk Elik, Top-Torjäger der Bezirksliga 9, der in den acht vorangegangen Begegnungen bisher zwölf Mal getroffen hatte, war aber beim etatmäßigen Angreifer Sascha Eckert in so guten Händen, dass von ihm nur wenig zu sehen war.

Doch von Anfang an. Nach einem verhaltenen Beginn waren es die Hausherren, die in Hälfte eins den Druck nach und nach erhöhten. Die Leihgabe aus der ersten Mannschaft, Stefan Westbrock, sorgte mit einer sehenswerten Einzelleistung in der 28. Minute für das 1:0. Dass dieser Treffer am Ende das "Tor des Tages" werden würde, ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Die Gelegenheit, den knappen Vorsprung zu erhöhen, ließ Noradin Louzaoui kurz vor dem Pausenpfiff ungenutzt. Völlig freistehend köpfte er den Ball über das Tor von Gäste-Schlussmann Thomas Wellie.

Die Scheidinger hatten schon vor dem Spiel angekündigt, auf Sieg zu spielen und das engagierte Auftreten der Pannek-Elf war Beweis dafür. "Wir haben uns nicht hinten rein gestellt, dass man in Rückstand dann Gefahr läuft, Konter zu kassieren, ist klar", beschrieb Scheidingens Trainer Norbert Pannek treffend das Geschehen in Hälfte zwei. Scheidingen drückte auf den Ausgleich, Rhynern lauerte auf Konter, vergab aber reihenweise Gelegenheiten zur Vorentscheidung.

"Wir waren klar die bessere Mannschaft, haben es aber selbst unnötig spannend gemacht." Damit meinte Alf Dambrowsky unter anderem den vergebenen Elfmeter. Der gefoulte Dennis Hohn scheiterte in der 59. Minute an Scheidingens Keeper, auch der Nachschuss von Stefan Westbrock traf nur den Pfosten.

Die Spannung blieb bis zum Ende der Nachspielzeit hoch, der Gast aus Scheidingen ging am Schluss jedoch leer aus. Damit ist das Thema Tabellenspitze vorerst abgehakt. "Das macht nichts, wir machen weiter", gab sich SuS-Trainer Pannek kämpferisch.

Gegenüber Alf Dambrowsky war natürlich zufrieden: "Wir müssen noch etwas schlauer werden, dürfen nach der Führung nicht so tief stehen. Aber die Saison läuft rund. Demnächst kommt mit Hilbeck das nächste Spitzenspiel auf uns zu. So kann es bleiben." Scheidingen rutscht durch die Niederlage auf Platz vier, Westfalia Rhynern II hat nun vier Punkte Vorsprung auf den neuen Verfolger SV Hilbeck.

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